Samstag, 11. Dezember 2010

Sinner's Day Festival @ Hasselt 31.10.2010

Festivals können toll sein oder eben nicht. Als ich vom Sinner's Day Festival gelesen habe, dachte ich mir, dass ich da unbedingt hin muss: es sollten da so viele Bands spielen, die ich nicht nur toll finde und die ich zum Teil immer verpasst hatte. Zudem: Martin, Dave und Erik waren mit dabei. Ein toller Tag.
Das Festival fand in zwei Hallen statt: in einer Arena und einer kleineren Halle für ca. 2000 Leute. All die für mich interessanten Band spielten in der kleinen Halle. Hatte ich erst die Sorge, dass die voll sein könnte, so dass man da gar nicht mehr reinkommt, war es letztlich total easy: nach jedem Konzert leerte sich diese Halle bis auf ein paar Leute um dann dann kurz vor Beginn des nächsten Konzertes wieder voll zu werden. Zudem: der Zeitplan wurde vorbildlich eingehalten. Alles sehr relaxed.

Was habe ich gesehen?

Als erstes spielten Red Lorry Yellow Lorry. Ich kenne einige 12 Inches und eine Mini LP. Die Band war für mich nie ein Knaller und rangierte eher unter der Rubrik "interessant". So war letztlich auch das Konzert selber. Wobei ich wirklich positiv angetan war. Gerade für ein Festival war das ein guter Opener. Gespielt haben sie folgende Songs:

Hand on Heart
Do You Understand?
Pushing On
Jipp
Talk About the Weather
Monkeys on Juice
Sayonara
Save My Soul
Big Stick
Crawling Mantra
Open Up
This Today
Nothing Wrong
Walking on Your Hands
Shout at the Sky

Danach spielten Department S. Der Sänger ist Mitter der 80er gestorben als eines der ersten Aids-Opfer im Musik Business. Der neue Sänger war ok. Letztlich hat die Band eigentlich nur zwei tolles Singles rausgebracht: Going Left Right und Is Vic There?. Der Rest ist später dann noch mal veröffentlicht worden. Aber der Rest zeigt, dass die Band im Ganzen nichts anderes als Mittelmaß ist. So war dann auch der Auftritt: ok...aber eben nicht berauschend. und die beiden erwähnten Lieder waren live auch nicht besonders.

Clap Now
Monte Carlo Or Bust
Age Concern
Lucifer Sam
Going Left Right
Slave
Wonderful Day
Ode to Köln
Is Vic There?
I Want

Dann kam Jah Wobble und der war ziemlich abgefahren: der hatte ziemlich viel Leute auf der Bühne - darunter einige Japaner mit heimischen Instrumenten. Es war eine Mischung aus Fernostklängen und Dub. Ich würde mir wahrscheinlich nie etwas von dem kaufen (als LP oder CD) - aber live war das schon ziemlich berauschend. Speziell die Dub-Stücke waren schon grandios. Nun denn: Jah Wobble ist ja auch eine Legende. Bis zu dem Punkt später als er bei der Zugabe einer unsäglichen belgischen Band mit dem Namen Arbeit Adelt mitspielte. Da dachte ich, dass der vielleicht doch zuviel Drogen genommen hat.

Danach kamen die Young Gods aus der Schweiz. Ich habe mir die - glaube ich - nur deshalb angeguckt, weil in der großen Halle irgendetwas ganz Schreckliches spielte (Nina Hagen!). Die Schweizer fand ich ernsthaft öde.

Dann kam einer der Höhepunkte des Festival: The Fall. Ein wunderbarer Auftritt voller Energie. Grandios. Diese Band würde ich mir immer wieder angucken. Mark E. Smith sah zwar aus wie ein alter, halb dementer Mann mit einem dicken Alkoholproblem (zwischendurch spielte er immer an den Verstärkern des Gitarristen und des Bassisten rum...was die tierisch nervte). Wer die Band live gesehen hat, kann erahnen, warum der selige John Peel diese Band als beste Band kategorisiert hat: die sind echt einmalig:

O.F.Y.C.
Strychnine
What About Us?
Cowboy George
Bury
Chino
Jet Boy
Psykick Dancehall

Dann kamen The Selecter. Für mich war die Band früher eine der B-Ska-Bands: zwei tolle Singles und der Rest war Mittelmaß. Aber ich muss mein Urteil von damals ein wenig revidieren. Die waren nicht nur klasse erhalten, sondern haben eine saubere Show abgeliefert, die an keiner Stelle langweilig war. Das ging echt in die Beine...!

The Selecter (instrumental)
Three Minute Hero
Time Hard (Everyday)
They Make Me Mad
Missing Words
Danger
Street Feeling
My Collie (Not a Dog)
Train to Skaville
Murder
Out On The Streets Again
Carry Go Bring Come
Black & Blue
James Bond
On My Radio
Too Much Pressure

Ja und dann kam die Band, auf die ich mich persönlich am meisten gefreut habe, weil ich sie notorisch verpasst habe: The Psychedelic Furs. Sie spielten letztlich eine Best-Of-Setlist. Wenn man die mit den letzten Jahren vergleicht, hat sich da nichts verändert. Aber wie dem auch sei...auch wenn es einer dieser Bands ist, die seit Jahren mit dem gleichen Programm durch die Landen tingeln: sie sind grandios!

Dumb Waiters
Pretty in Pink
Sister Europe
Heartbeat
Love My Way
The Ghost in You
In My Head
High Wire Days
Heaven
President Gas
India

Zum Schluss spielten dann in der großen Halle Echo and the Bunnymen. Für mich sind sie nach wie vor eine der besten Bands aus England. Auch diese Band würde ich mir immer wieder angucken...auch wenn kaum etwas Überraschendes auf der Setlist stehen wird. Es war ein wunderbarer Abschluss eines tollen Festivals.

Going Up
Rescue
Villiers Terrace
Do It Clean
Seven Seas
Bring On The Dancing Horses
Think I Need It Too
Zimbo
All That Jazz
Never Stop
Back Of Love
The Killing Moon
The Cutter
Nothing Lasts Forever
Lips Like Sugar

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen