Montag, 3. Januar 2011

Nostalgia - Part 118 Slayer, Slipknot & Hatebread @ Philippshalle Düsseldorf 30.9.2004

Tja - das ist eine vertracktere Geschichte. Alle drei Bands finde ich grauenhaft. Aber es fing so an: ein Nachbar von mir schraubte für Freunde immer deren Autos zusammen. Ein alter Kumpel von ihm arbeitete bei der Plattenfirma von Slipknot (Roadrunner) und hatte einen alten Promo-Benz vorbeigebracht. Der hatte dauern Macken und mein Nachbar schraubte mehrere Wochen daran rum. Das Auto war schwarz und in großen weißen Lettern war der Bandname zu sehen. Irgendwann habe ich meinen Nachbarn getroffen und gefragt - das wußte ich das noch nicht mit seinem Freund - was das mit dem Auto auf sich hätte. Als er mir das dann erzählt hatte, fragte ich spontan, ob er mir den Freikarten besorgen könne. Darauf er: klar.
So kam ich an zwei Freikarten und Erik fand es auch interessant, sich das mal anzugucken. Grundsätzlich: heute bin noch froh/stolz, für das ganze keinen einzigen Cent ausgegeben zu haben...
Es fing schon merkwürdig an: die Leute, die da zum Konzert gingen, machten nicht den Eindruck, Spaß haben zu wollen an diesem Abend. Die zogen in den Krieg. Ich habe schon einiges an Konzerten erlebt...aber so was...Düsterposen wo man nur hinguckte. Nun denn.

Hatebreed habe ich nur ansatzweise gesehen - nach zwei Stücken bin ich wieder ins Foyer.

Slipknot haben mich interessiert, weil ich wissen wollte, wie die das so mit den Masken und allem Drumherum auf der Bühne machen. Nach jedem Stück gab es eine längere Pause, in der nichts passierte. Nach der zweiten Pause fragte ich Erik, was das denn soll. Der lachte nur und sagte, dass die darauf warten müssen, dass die Computer wieder hochfahren... Erbärmlich und primitiv. Nichts mehr von Rock'n'Roll oder so - nur noch übertechnisierte Brachialmusik - und die Texte erwähne ich mal erst gar nicht. "People are shit" sagt alles: Slipknot are shit.

Slayer kamen dann und wurden mit Ehrfurcht empfangen. Mir ist die Drumbass sprichtwörtlich auf den Magen geschlagen. Ich habe echt Sodbrennen bekommen. Ansonsten stand ich da achselzuckend und verstand nicht, wie man damit Erfolg haben kann. Vielleicht waren es ja auch nur die zum Ende hin an die Hallenwände projezierten Kreuze, die sich dann theatralisch um 180 Grad drehten...fand ich dann auch ziemlich kacke.

Wir sind dann gefahren...um eine Erfahrung weiser. So ist das also in dem Genre.
Zum Glück war das nicht das letzte Konzert im Jahre 2004 


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