Sonntag, 2. Januar 2011

Nostalgia - Part 64 Sonic Youth, Dinosaur Jr., Bob Mould & Nirvana @ Köln, Tanzbrunnen 24.8.1991

August 1991: Monsters of Spex Festival. Einen Tag vorher waren wir umgezogen. Ich wollte eigentlich hauptsächlich Sonic Youth und Dinosaur Jr sehen. Letztere (Neil Young des Punk) habe ich zu dem Zeitpunkt ziemlich viel gehört. Der Auftritt war auch gut. Genauso Sonic Youth legten einen gut Set hin. Auch Bob Mould (Soloset mit Akustic-Gitarre) war gut. Speziell Cor fand ihn am besten. Der absolute Höhepunkt waren aber Nirvana. Ich hatte zu dem Zeitpunkt nichts von ihnen gehört. Ich bekam nur mit, dass irgendwann am frühen Abend angesagt wurde, dass jetzt doch noch Nirvana spielen würden (sie waren in Holland liegen geblieben). Die betraten die Bühne und spielten ein Konzert bei dem ich nur dachte: "Was ist das denn?". Martin von EA80 hatte die schon einmal ein Jahr vorher auf einer Club-Tour gesehen und grinste. Nirvana waren damals genial. Das zweite Album, was dann relativ bald erschien, ist toll - aber alles, was danach kam, ist eher schrecklich (aus meiner Sicht).


1 Kommentar:

  1. Hallo Konzerttagebuchschreiber,
    ich war auch auf dem Monsters of Spex und habe mir gerade noch einmal die Eintrittskarte angesehen. Leider habe ich Nirvana versäumt. Ich meine, sie müssen am Nachmittag, so zwischen 15 und 17 Uhr aufgetreten sein, da wir um diese Zeit kurz den Tanzbrunnen verlassen haben, um etwas essen zu gehen. Im Nachhinein erscheint mir das als ein fast unverzeihlicher Fehler. Allerdings hatte ich damals keine Ahnung vom Stellenwert dieser Band. Sie war für mich etwa genauso wichtig wie zum Beispiel die sympathischen Well Well Well, Rausch oder die Strangemen . Im Nachhinein bedaure ich auch, mich überhaupt nicht an den Auftritt von Bob Mould erinnern zu können.
    Als Sonic Youth am späten Abend spielten, waren wir bereits auf dem Weg zu unserem Parkplatz unter der Rheinbrücke. Die Musik war allerdings weithin hörbar und erfüllte die Sommernacht.
    Sonic Youth hatte ich das erste Mal im Mai 1986 in Oberhausen (Altenberg) erlebt. Das Wort „erlebt“ ist hier zutreffender als „gesehen“. Das war mein erstes Konzert In Sachen „Independant / Alternative / Punk“. Es war für mich lauter als alles Vorherige. Was ich davor live gehört hatte, war zwar auch alles nicht leise, aber weitaus weniger druckvoll und körperlich spürbar. Daher habe ich einen Großteil des Auftritts draußen vor der Halle verbracht und mich über das Vibrieren der Fensterscheiben teils amüsiert, teils geärgert. Aber irgendwie war das, was ich von dem Konzert mitbekommen habe, auch durchaus okay, denn in der Halle war es nicht so schrecklich überfüllt, wie das heutzutage manchmal der Fall ist. Man konnte sich gut bewegen und vor allem auch etwas sehen von dem, was vorne auf der Bühne geschah.
    Vorgruppe des Abends war, glaube ich, „Ut“, eine amerikanische Frauenband, die mit Notenständern und Notenblättern auf die Bühne kam. Selbstverständlich blieben die Notenblätter nicht auf den dafür vorgesehenen Ständern, sondern fielen immer wieder mal auf den Boden. Die Musik von „Ut“ war extrem schräg und eignete sich so gesehen trotz des Seltsamkeitsfaktors als Vorbereitung auf das anschließende Soundgewitter aus der Evol-Phase. Leider fehlt mir von diesem Abend eine Eintrittskarte, auf der sicherlich das geniale Cover der LP Evol abgebildet war.
    Irgendwann gegen Ende der 80er Jahre, ich meine so zwischen 1987 und 1989, gab es ein Oster-Festival „Lords ov Independance“, in der Bonner Biskuithalle mit Nick Cave als „Hauptdarsteller“. Sind dort nicht auch die Swans dabei gewesen?
    Gruß
    Uli

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