Freitag, 4. März 2011

Wire & Weekend @ Cologne, Luxor 28.2.2011

Weekend

Wire gehören zu meinen absoluten Lieblingsbands. Ich erinnere mich noch daran, wie im damals im Musik Express - als der noch gut war - eine Rezension von "Chairs Missing" gelesen habe. Die endete mit dem Satz "Keine Feier ohne Wire". Das fand ich damals vorbildlich und ich habe mir direkt die LP geholt und habe dann die ersten drei Alben der Band rauf- und runtergenudelt. Nun denn: es dauerte bis 2009, dass ich die Band mal live sehen konnte. Am 28.2. spielten sie dann ein paar Häuser weiter im Luxor.
Hierbei ist zuerst anzumerken, dass neuerdings der eigentliche Konzertraum zum Nichtraucherbereich erklärt worden ist, was mich an diesem Abend sehr beruhigte. Ich war ziemlich erkältet, so dass ich erst ernsthaft überlegte, doch nicht zu fahren. Aber es war wirklich angenehm.

Allein die Hinfahrt war lustig: ich hatte Erik, Jürgen und Horst im Auto. Vor dem Konzert waren wie noch beim Türken neben dem Luxor, wo Jürgen zwei Freunde traf. Im Luxor selbst waren schließlich sowieso einige bekannte Gesichter: Anke und Gitti, Martin, Carmen Knoebel, Kalle vom Anyway aus Essen...und und und.
Tja - wenn eine gute Band spielt, kommen die Leute mit Geschmack.

Als Vorband spielte eine Band aus San Francisco: WEEKEND. Sie haben etwas von Joy Division und waren exzellent. Ich hatte schon vorher eine Aufnahme zu Hören bekommen, so dass ich mich auf die Band sehr freute. Sie haben ungefähr eine halbe Stunde gespielt - 5 Songs: guter Sound und ein sauguter Gig.
Das war die Setlist:

Untitled
Age Class
End Times
Afterimage
Coma Summer

Ich möchte nicht unerwähnt lassen, dass das natürlich das Optimum ist, wenn ein Konzertabend mit einer tollen Vorband beginnt. Gerade auch dann, wenn klar ist, dass der Hauptact gar nicht enttäuschen kann.
Wire

Nach einer relativ kurzen Umbaupause kam dann WIRE auf die Bühne. War als Verstärkung 2009 noch eine Gitarristin dabei, war es diesmal ein jüngerer, langhaariger Engländer. Ich empfand ihn als grosse Bereicherung, da er der Band noch einmal einen totalen Noise-Sound draufsetzt. Bei einigen Songs war das extrem toll. Die Setlist war ein Mix aus neuen und älteren und alten Stücken. Wobei die ganz alten Stücke mehr oder weniger neu arrangiert worden sind:

Smash
Advantage In Height
Comet
Please Take
Silk Skin Paws
Red Barked Trees
Kidney Bingos
Clay
Bad Worn Thing
Moreover
Two People In A Room
106 Beats That
Boiling Boy
Spent
Encore 1:
Down To This
Drill
Underwater Experiences
Encore 2:
Adapt
Pink Flag

Das Besondere dieser Band ist nicht nur, dass da drei ältere Herren mit Stil auf fantastische Art und Weise Krach machen. Die Songs haben einfach etwas genial Zeitloses. Schließlich: die waren auch extrem laut. Trotz meines speziellen Ohrschutzes habe ich das mitbekommen. Je öller desto döller!

1 Kommentar:

  1. Danke für deinen Bericht! Weiß ich endlich wie die Vorgruppe heißt, die mich übrigens stellenweise an Alien Sex Fiend und Cult erinnerte. Auf jeden Fall rauh und leidenschaftlich.
    Steffi

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