Donnerstag, 25. August 2011

Blackpool - Rebellion Festival (4.-7.8.2011): The Cravats

Cravats aus Alter-Mann-Position
Wenn man auf so einem Festival ist, stellt sich früher oder später ein merkwürdiger Zustand ein: will ich das jetzt wirklich hören - oder doch lieber etwas anderes. An sich hatte ich vor, zu den Cravats zu gehen. Die Band hat etwas Legendäres und ich hatte mir vor vier Jahren eine Doppel-Cd, auf der alles drauf ist, zugelegt. Doch irgendwie wurde ich auf einmal unsicher. Ist eben keine leichte Kost. Dann traf ich Alan, der mir sagte, dass er jetzt zu GBH gehen würde und dass die live toll seien. Auch alles andere als leichte Kost, aber irgendwie ging ich mit. Und schon nach dem ersten Lied wußte ich genau, warum ich GBH und andere englische Hardcore Bands nie gemocht habe. Wobei die aktuelle Ausgabe noch einen draufsetzt: ganz böse. So trollte ich mich und es ereilte mich die Strafe: die Cravats hatten schon angefangen. Ich platzte in das erste Lied. Eh schon ein wenig müde, setzte ich mich auf einen der Stühle im Pavilion - und wurde Zeuge eines fantastischen Konzertes. Live sind die Cravats eine geniale Band. Ich konnte zwar keines der Lieder wirklich identifizieren - dafür kenne ich dann die Stücke zu wenig - aber es war voller Dynamik. Der Sänger hat mich ein wenig an den von Pere Ubu erinnert: irgendwie verrückt. Wenn man auf die Website der Band geht, dann wird klar, dass sie früher gar nicht so oft getourt haben. Und dafür, dass sie nach der Reunion vor wenigen Jahr nur ein- bis zweimal im Jahr auftreten, war das der absolute Knaller. In der Gesamtschau auf das Rebellion Festival ist anzumerken, dass es da immer solche Juwelen gibt - eben nicht nur die Bands, die bis zur Setlist berechenbar sind. Witzigerweise traten diese "Juwelen" hauptsächlich im kleinsten Konzertraum - im Pavilion - auf...und jedes Mal war es niemals überfüllt wie z.B. im Empress Ballroom. Das hatte schon etwas Geniales.

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