Dienstag, 30. August 2011

Blackpool - Rebellion Festival (4.-7.8.2011): Goldblade

Rampensau
Mädchenchor
Und dann spielten Goldblade. Das ist die Band von John Robb - dem Chronisten des Punk. Ich hatte schon 2006 - als ich das erste Mal in Blackpool war - von Klaus gehört, dass die gut sein sollen. Damals ergab es sich aber nicht - genauso wenig 2008. Aber dieses Mal. Und nachdem ich zwei Tage vorher die kleine Konservation mit John Robb hatte, lag es eh auf der Hand. Schließlich hatte dann John Robb beim Poly Styrene Tribute angekündigt, beim Auftritt seiner Band ein X-Ray-Spex Cover zu spielen: Bondage up yours.
Ich hatte in der Vergangenheit öfters Bilder von Goldblade gesehen. Und da war meist ein John Robb mit freiem Oberkörper und inmitten des Publikums zu sehen. Als ich den Set sah, wußte ich, dass das nichts Außergewöhnliches ist: der ist ernsthaft eine unglaubliche "Rampensau". Jemand, der von Anfang an alles gibt - so etwas habe ich bisher nur bei amerikanischen Hardcore Bands gesehen. Dass der das mit 50+ so noch hinbekommt ist beeindruckend. Da zudem die Musik von Goldblade viel Mit-Gröhl-Charakter hat, gerät so ein Auftritt zu einer großen Party, an der alle Spaß haben. Als dann das X-Ray-Spex Cover angekündigt wurde, bat Jophn Robb Mädchen und frauen auf die Bühne zu m Mitsingen. Die blieben dann gleich den Rest des Sets auf der Bühne und hatten ihren Spaß.
...da steht er...
Als das Konzert zu Ende war, stand ich vor der Bühne und war begeistert. So eine Haltung - eben nicht nur routiniert ein Konzert abzuziehen - findet sich nicht selbstverständlich. Und auch wenn Goldblade natürlich Routine haben: diese Musik lebt von Leuten wie John Robb, die Vollgas geben. Auch wenn ein anderer es anders macht, weil er eine ganz andere Musik macht: das ist es u.a. auch an TV Smith, was mich so begeistert: da spielt der u.U. 2 Stunden vor 30 Leuten - und hat Spaß.
Wie dem auch sei: auf der Goldblade Homepage steht geschrieben: still fighting the punk rock war. Wie wahr!

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