Sonntag, 28. August 2011

Blackpool - Rebellion Festival (4.-7.8.2011): Newtown Neurotics

Krönender Abschluss des Tages - so hoffte ich - sollte das Konzert der Newtown Neurotics sein. War es aber nicht. Gut: Steve Drewett hatte angekündigt, das komplette erste Album zu spielen. Das klang verheißungsvoll, da das doch einer der Alben 1983 war, die ich hoch und runter gespielt habe. Es gehört nach wie vor zu besten Alben dieser Zeit. Zudem spielte die Band in der Arena und das war auch nicht schlecht.
Nö, das war nix!
Steve Drewett hatte zwei junge Musiker dabei. Das sagt erst einmal nichts. Aber als sie anfingen zu spielen, hörte sich das alles verdammt schlecht an. Der Schlagzeuger spielte auf eine Art und Weise, die einfach nicht zu den Liedern passte. Zum Ende wurde es ein wenig besser, aber irgendwie passte das einfach nicht zusammen. Der Bass wummerte zu allem Überfluß ziemlich - und die Stimme von Steve Drewett hatte irgendetwas Komisches. So als könnte der nicht richtig sprechen. Und das ist zusammengenommen bitter: das spielt eine Band ein Hammer-Album - Track by Track - und es hört sich irgendwie nicht richtig an. Wenn es eine Coverband gewesen wäre, würde man sagen: "Ist eben eine Coverband" - aber das war es ja nicht.
Dann kam noch hinzu, dass zu Beginn des Sets die alle ein wenig getrödelt haben, so dass die Setlist - neben dem Album noch drei andere Stücke - nicht komplett runtergespielt werden konnte. Es steckte der Wurm drin.
Erschwerend kam hinzu, dass ich vor den Newtown Neurotics fast den ganzen Set einer Band namens "Have Nots" durchlitten habe, die durch den Versuch, ganz mies den Clash Sound zu imitieren, meine Stimmung sehr strapaziert haben.
Kurzum: wenn es eine Enttäuschung auf dem Festival gab, dann waren es die Newtown Neurotics. Anderes sollte dies aber mehr als aufwiegen.

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