Sonntag, 28. August 2011

Blackpool - Rebellion Festival (4.-7.8.2011): The Boys

The Boys
The Boys sind eine Klasse für sich. Ich hatte das Glück, die Band schon dreimal in Düsseldorf gesehen zu haben. Auch wenn die Setlist kaum variierte, ist die Band einfach jedes Mal neu sehenswert. Für Blackpool standen sie aber nicht direkt auf meiner Liste. Das änderte sich erst, als ich im wunderbar aufgemachten Programm des Festivals las, dass es der letzte Auftritt in Europa mit Duncan Kid Reid, dem Bassisten und Sänger, sein würde. Reid würde die Band verlassen. Insofern hatte dieser Auftritt etwas Historisches. Also bin ich hin.
Nix "First Time": LAST Time
Wie vermutet hatte sich die Setlist nicht verändert. Es saß auch nicht Vom - von den Toten Hosen - am Schlagzeug, sondern ein Schwede, der sich - tapfer, tapfer - wohl einige Tage zuvor ein Bein gebrochen hatte und daher eingeschränkt Schlagzeug spielte (was man aber kaum raushörte).
Beim ganzen Set überlegte ich mir, wie die Band wohl weitermachen wolle. Klar - die beiden Gitarristen - Sir Honest Plain und Mat Dangerfield - singen auch das eine oder andere Lied. Aber Reid wirbelt so agil mit seinem Bass herum und singt ca. 80% der Lieder, dass sein Ausscheiden eigentlich kaum zu kompensieren ist. Eben auch gerade deswegen nicht, weil die anderen eher die Alt-Herren-Band leben und Reid durch seine Art und Weise der ganzen Sache noch Leben eingehaucht hat.
Aber ich glaube, dass ich mir das dann auch nicht "antun" muss. Der Auftritt in Blackpool hatte also etwas Besonderes. Und die Spielfreude war ungebrochen. Das Publikum feierte entsprechend die Band und alle strahlten am Ende des Sets.

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