Donnerstag, 25. August 2011

Blackpool - Rebellion Festival (4.-7.8.2011): Toyah

Bezaubernde Toyah...
An dem Abend gab es dann die ärgerlichste Überschneidung: Toyah vs. The Damned. The Damned liebe ich und ich würde sie mir immer wieder angucken. Egal - wie die drauf sind...sie sind einer besten Bands. Und Toyah. Ich liebe die beiden ersten Alben. Immer wenn ich davon etwas höre, muss ich an das Jahr 1980 denken. Damals machte ich meine Abi und hatte zwischen Mai und Oktober sehr viel Zeit...nicht nur Reisen, Jobs...sondern speziell für Musik. Und Toyah war fester Bestandteil für den damaligen Soundtrack dieser Zeit. So ärgerlich die Überschneidung auch war: die Entscheidung war eindeutig. The Damned hatte ich schon enige Male gesehen - Toyah noch nie...The Damned würde ich sicherlich wieder sehen - Toyah höchstwahrscheinlich nicht. Erst Recht nicht in so einem Rahmen.
Also fiel die Entscheidung für Toyah, die - einziges Manko - mit einer Showband auftrat. Eine Showband hat ja immer Tücken: Leute, die engagiert worden sind, etwas zu spielen. Irgendwie hat das etwas Seelenloses. Und die Musiker, die da auf die Bühne kamen, vermittelten im ersten Augenblick auch, dass dieses Vorurteil auch auf sie past. Wäre da nicht Toyah selbst gewesen. Ihre freundliche Art und ihre Präsenz ließen die Band vollkommen im Hintergrund verschwinden. Speziell das leicht arrogante Grinsen des Gitarristen fiel nicht mehr auf.
Kurzum: es war bezaubernd. Toyah ist allein stimmlich auch mit 53 noch sehr gut dabei. Ihre Art war alles andere als künstlich oder aufgesetzt (sie hatte sich z.B auch die Cravats angeguckt und hat deren Auftritt wohl sehr genossen). Sie hatte sichtlich Spaß vor einem Publikum zu spielen, die sich doch zum größeren Teil von denen unterschied, die sonst zu ihren Konzerten kommen. Back to the roots.
Der Set Bestand aus dem ersten Jahrzehnt ihres Schaffens: Neon Womb war genauso dabei wie War Boys oder eben auch das famose Ieya. Die Stücke kamen gut und frisch rüber - und das Publikum tobte. Es war eben nostalgisch im guten Sinne. War toll.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen