Sonntag, 11. September 2011

Streets Dogs & The Mahones @ Düsseldorf, Stone - Ratinger Hof 26.8.2011

The Mahones
Augenweide
Zu diesem Konzert bin ich sehr spontan gegangen. Ein Termin am Abend war geplatzt und ich war gerade in der Altstadt. Ich kaufte mir kurzentschlossen bei Hitsville ein Ticket und stellte hinterher fest, dass das eine ganz gute Entscheidung gewesen: zum einem war die Show am Ende ausverkauft - zum anderen war es ein toller Abend.
Die Street Dogs kannte ich vorher fast gar nicht. In Blackpool habe ich sie quasi im Vorübergehen wahrgenommen. Und das, was ich da mitbekommen hatte, war vielversprechend. Und die Mahones waren für mich vollkommen unbekannt. Ich wußte eben nur, dass beide Bands in der gleichen Liga spielen und irischen Folkpunk ala The Pogues machen. Ist das auf den ersten Blick vielleicht ein wenig merkwürdig, dass eine us-amerikanische Band (Street Dogs) und eine Kanadische Band (Mahones) so etwas tun, muss man sich nur vor Augen halten, dass halb Irland ja nach Nordamerika ausgewandert ist. Dann bekommt das dann alles wieder einen Sinn.
...ein Bad in der Menge
Street Dogs
Der Stone war rappelvoll. Und die Mahones legten als Vorband einen grandiosen Set hin. Alles drehte sich - textlich gesehen - um das Trinken...eben in den verschiedensten Varianten. Beeindruckend war der Set auch deshalb, weil die Band schon seit Monaten unterwegs war und davon nichts zu spüren war. Wo bei anderen Band sich so eine ausgebrannte Routine breitmacht, die unweigerlich auf die Stimmung schlägt, war hier davon nichts. Selbst als dann die Street Dogs spielten, machten die ihre Party weiter. Und allzu jung sind die auch nicht mehr. Ob das der Alkohol macht?
Wie dem auch sei: die Street Dogs als Hauptact schlossen da nahtlos an. Machten die Mahones noch den Eindruck, dass sie leicht versoffene Iren sind, brachten die Street Dogs diese - für den amerikanischen Hardcore - typische Präsenz mit auf die Bühne. Vom ersten Takt an spielten sie immer genau auf den Punkt - perfekt und nicht nicht seelenlos - und brachten ihren Set mit gleichbleibender Energie bis zum Ende durch. Der Sänger nahm dauernd ein Bad in der Menge - das Publikum tat das gleiche, was aber hier und da ein wenig anstrengend war: wenn man nicht mehr auf die Bühne gucken kann, weil man dauernd damit rechnen muss, einen Schuh oder anderes in den Nacken zu bekommen.
Die Street Dogs spielten einige Coverversionen: Redemption Song, Dirty Old Town (als Hommage an die großen Vorbilder), Borstal Breakout von Sham 69 und Guns Of Brixton. Natürlich kann man fragen, warum das eine Band tut, die schon einige Alben rausgebracht haben. Ich weiß es nicht. Auf jeden Fall brauchen sie sich mit dem eigenen Material nicht zu verstecken.
Am Ende waren alle schweißgebadet. Und da am Ende alle raus - an die frische Luft - wollten, dauerte es eine kleine Ewigkeit bis auch ich draußen war: im Stone gibt es diese leidigen Verzehrkarten. Und das ist öde, in so einer Situation noch an der Kasse anstehen zu müssen. Aber was solls: geiler Abend.

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