Montag, 28. November 2011

EA80 @ Düsseldorf, ZAKK 26.11.2011

Im ZAKK
EA80 spielen nicht besonders oft. Das kann man allein daran erkennen, dass zu einem Konzert auch Menschen von weit her kommen. Vor dem ZAKK standen entsprechend auch viele Autos mit Kennzeichen, die nicht aus Nordrhein-Westfalen stammten. Ich hatte mich auf dieses Konzert sehr gefreut. Nicht nur alte Bekannte wiedersehen - es sollte auch das neue Album an diesem Tag erscheinen. Das hing - so Martin - am seidenen Faden. Es gab verschiedene Probleme und so wurde aus den Slowboys die "Last-Minute-Boys": es waren einige Kisten voller Vinyl-Testpressungen inkl. CD vorhanden, die dann am Ende auch restlos ausverkauft waren.
Erst dachte ich, dass es recht leer werden würde. Doch am Ende was das ZAKK voll - fast ausverkauft.Und das ist auch typisch für EA80. Keine Werbung und trotzdem ist es immer voll.
Setlist (inkl. 3x Menschmaschine)
Die Band spielte ohne Vorgruppe und spielte über 2 Stunden. Die meisten der neuen Stücke waren vertreten und erstaunlich viele der alten (sogar einige von der ersten und zweiten LP). Gerade das hat mich hoch erfreut. In vielerlei Hinsicht war alles vertraut: Hals Maul verspielte sich notorisch. Nico guckte ein wenig grimmig, Oddel lächelte vor sich hin und Martin schwoll rot an. Und doch war etwas anders. Hierbei muss ich zugeben, dass ich schon ein wenig "angeschlagen" ins ZAKK gefahren bin. Am Nachmittag hatte der BVB Schalke nass gemacht, ich hatte das Spiel in der Kneipe gesehen und hatte - wegen der Nerven - schon ein paar Bier getrunken. Später kamen Erik und Jörg, um mich abzuholen, und da haben wir auch noch etwas getrunken. Und Letzteres tut man eben auch, wenn man in einem Venue ankommt. Kurzum: ich war leicht müde und die Pizza im ZAKK hatte meinem Magen nicht unbedingt gut getan. Das mag mit dazu beigetragen haben, dass ich zwischenzeitlich ein Paar Längen empfand. Dabei waren es nicht die Lieder - nicht die Auswahl und auch nicht die Zusammensetzung. Zum Teil waren die Stücke brilliant. Es lag vielleicht daran, dass es immer wieder längere Phasen gab, in denen Hals Maul seine Gitarre gestimmt hat. Haben sich viele der Konzerte von EA80 dadurch ausgezeichnet, dass die Lieder fast ohne Atempause aufeinander folgten, klappte das jetzt nur ab und zu. Und da war das dann genial. Und: vielleicht ist das ZAKK dann auch zu groß. Am brachialsten waren EA80 immer in kleinen Clubs.Anderseits: egal. Ich bin dieser Band sehr verbunden - und werde es auch in Zukunft sein.
Im Februar werden sie in Solingen zusammen mit Wire beim Ox-Festival spielen. Darauf freue ich mich jetzt schon. Was für eine Kombination!

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