Donnerstag, 16. Februar 2012

Gavin Friday @ Hasselt, Muziek-O-Droom 15.2.2012

Es ist fast genau 29 Jahre her, dass ich die Virgin Prunes in der Bochumer Zeche gesehen habe. Damals war das das absolute Ereignis. Leider habe ich die Band später verpasst und auch die Soloauftritte von Gavin Friday in den nachfolgenden Jahren. Und dann passierte das, was oft geschieht: der Künstler legt eine kreative Pause ein, die im Falle von Gavin Friday sehr lange gedauert hat. Umso erfreuter war ich, dass im letzten Jahr ein neues Album von Gavin Friday erschien: Catholic - das allein wegen des Covers grandios ist. Leider ist es hier in Deutschland kaum erhältlich. Damals mußte ich es mir via Amazon.co.uk bestellen.
Noch erfreuter war ich allerdings, als einige Konzerte in den Niederlanden und Belgien angekündigt wurden. Ich holte mir dann direkt ein Ticket für Hasselt, das ca. 1 1/2 Stunden von Düsseldorf entfernt ist. Das war im letzten November.
Anfang der Woche hatte ich nun den Plan fast schon beerdigt: nach Dauerfrost und Schnee am Montag erschien mir eine nächtliche Fahrt dann doch als halsbrecherisch. Doch es wurde wärmer und wärmer - und am 15.2. selber war klar: ich fahre.
Ich war Ende 2010 schon einmal in Hasselt - aber nicht im Muziek-O-Droom. Der Laden ist gut: überschaubar und mit einer tollen Akustik. Abgesehen davon, dass weit und breit keine Möglichkeit besteht, sich etwas zum Essen zu kaufen, war das Venue (inkl. Parkmöglichkeit direkt vor der Halle) perfekt. Es gab keine Vorband und um 21.15 kam Gavin Friday auf die Bühne.
Gavin Friday ist eigen - in seinem Auftreten z.B.: mit einer Piraten-Augenklappe zu Beginn des Konzertes. Zu seinen Konzerten gehört eine gewisse Inszenierung und: er ist ein grandioser Unterhaltungskünstler. Er erzählt immer witzige Stories, so dass seine Einleitungen für seine Songs alles andere als Geschwätz sind...wie leider bei vielen seiner Kollegen.
Gavin Friday hatte sichtlich Spaß an dem Konzert...vielleicht auch, weil die Leute "dabei" waren und eben mal nicht quatschten...was er dann zum Ende des Sets auch anmerkte.
Die Setliste setzte sich aus Liedern der mittlerweile vier Solo-Alben zusammen. Opener war hingegen ein Stück aus alten Tagen: Caucasian Walk von den Virgin Prunes. Schließlich spielte Gavin Friday dann als Zugabe auch "Five Years" von David Bowie. An sich riskant: das Original ist perfekt und eigentlich sollte man sich nicht daran vergreifen...aber Gavin Friday's Version war super.

Caucasian Walk
Where'd Ya Go? Gone
Each Man Kills
Apologia
Next
Perfume
King Of Trash
Caruso
Rags To Riches
Another Blow On The Bruise
Blame
Able
I Want To Live
Angel

Five Years (David Bowie)
It's All Ahead Of You

Nach diesem Konzert hoffe ich nur, dass er noch öfters spielen wird. Hoffentlich auch wieder in Deutschland.

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