Sonntag, 29. April 2012

Refused, Donots & Lagwagon @ Duisburg, Giesshalle 28.4.2012

Vor ein paar Monaten habe ich gesehen, dass Refused in Duisburg spielen sollten. Da es sich um einen dieser "Telekom Street Gigs" handelte, konnte man Karten nur "gewinnen". Ich schrieb eine sms und habe all das wieder vergessen. Vier Tage vor dem Konzert bekam ich mittags eine sms: ich hätte zwei Karten gewonnen. Ups. Damit hatte ich gar nicht (mehr)gerechnet.
Ich bin dann mit Erik nach Duisburg gefahren. Alles fand im Landschaftspark Nord statt: eine coole Umgebung für ein Konzert. Die Gießhalle war zudem nach hinten offen, so dass wir schon vom Parkplatz aus die erste Band - Lagwagon - hören konnten.
Lagwagon ist einer dieser amerikanischen Hardcore Bands, die sympathisch, melodiös aber dabei auch so verdammt verwechselbar sind. Und indem sie so verwechselbar sind, haben sie kaum etwas Eigenes, mit dem man sie sich wirklich von den verschiedenen anderen Bands herausheben. Dadurch wird alles ziemlich langweilig. Wir hatten wohl zwei oder drei Stücke verpasst - aber nach vier weiteren sind wir erst einmal zum Bierstand gegangen.
Da die Halle halboffen war, war auch klar, warum das alles schon um 18.00 begonnen hatte - es war zu vermuten, dass spätestens um 22.00 alles vorbei sein musste: wegen der Nachbarn. Entsprechend fielen die Umbaupausen auch sehr kurz aus. Überbrückt wurden sie mit einigen Telekom Werbeblöcken und Videoeinspielungen, die allesamt aber recht öde waren.
Dann kamen die Donots. Ich hatte mal vor vielen Jahren eine CD von der Band. Die war nicht schlecht, aber ich hatte sie dann doch weiterverkauft. An sich auch sympathisch, auch wenn der eine Gitarrist mit seinem manischen Rumgehopse irgendwann nervte. Letztlich war dann aber auch das Songmaterial nicht überragend und somit kaum fesselnd. Als sie dann aber einige Stücke von ihrer neuen CD spielten, gingen wir. Der Stil dieser Songs kam dem, was derzeit die Toten Hosen verbrechen - mit ihrer aktuellen Single - gefährlich nahe. Da war uns noch ein Bier und eine Currywurst doch angenehmer.
Refused
Zum Schluß kamen dann Refused. Auf diese Band hatte ich mir sehr gefreut. Ich werde nie vergessen, wie ich "damals" das Video von "New Noise" gesehen habe. Alles fängt ja recht harmlos an: einige sehr harmlos aussehende Musiker (mit V-Pullovern) machen einen Höllenlärm. Ich saß da mit offenen Mund vor dem Fernseher und dachte nur: Wahnsinn. Letztes Jahr wurde das erste Album wiederveröffentlicht und es kündigte sich eine Reunion an. Und zum Glück erwies sich diese Reunion als geglückt. Die Band war technisch brilliant drauf und es folgten 66 Minuten, in denen Refused einen tollen Set ablieferten. Zum Schluß durfte natürlich auch "New Noise" nicht fehlen - und es war brachial im besten Sinne. Coole Band.

Worms of the Senses
Faculties of the Skull
The Refused Party Program
Liberation Frequency
Rather Be Dead
Coup d'état
Summerholidays vs. Punkroutine
The Deadly Rhythm
Hook, Line and Sinker
Everlasting
Refused Are Fucking Dead
The Slayer
The Shape of Punk to Come
Encore:
New Noise
Tannhäuser / Derivè

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