Sonntag, 9. September 2012

Beat On Cancer Festival @ Duesseldorf, Bar 95 (Pt. 1) 7.9.2012

Bar 95 in Flingern
Der erste Tag des "Beat On Cancer" Festivals, das als Benefinz-Festival von Jörg organisiert worden ist. Da zwei der Ramones Originalmitglieder an Krebs gestorben waren, gibt es vor allem in den USA die Initiative, solche Tributeveranstaltungen stattfinden zu lassen.
Das Festival sollte drei Tage in Düsseldorf-Flingern in der Bar 95 stattfinden. Viel Arbeit - gut organisiert. Das Team von der Bar 95 hatten den Grill angeworfen, so dass die Rahmenbedingungen perfekt waren. Die Stimmung war gut. Und trotzdem waren nur recht wenige Leute da. Irgendwie ist das eine Schande. Aber manchmal ist es eben so.
Am ersten Abend sollten mehrere Bands spielen:

...das war wohl nix...
Zuerst spielte die Düsseldorfer Band UTB Rocket Crew. Zu dieser Band fällt mir eigentlich gar nichts ein. Ich fand die ziemlich langweilig und nichtsagend. Gut: die Band hatte die undankbare Aufgabe, als erste zu spielen. Auch wenn der Start um eine Stunde angesichts mangelnder Gäste nach hinten geschoben war, war die Band nicht besonders gut drauf. Das kam erschwerend zu dem öden Auftritt hinzu. Das einzig Gute war, dass die Band dann auch nicht so lange spielte.

Musikalisch konnte sich nur noch alle steigern. Und das war auch so.
Supagirl
Als nächste spielten Supabond. Wie auch UTB Rocket Crew kannte ich die vorher gar nicht. Im Gegensatz zur ersten Band kamen Supabond sehr erfrischend rüber. Das lag vor allem auch an der Sängerin, die eine ziemlich coole Ausstrahlung hatte und mehr als die Hälfte der Miete für Supaband wert ist. Musikalisch allein war alles nicht unbedingt überzeugend, aber mit dieser Sängerin ist es einfach unterhaltsam gewesen. Gute Liveband.

Saubere Arbeit
Dann kamen The Brewers. Jetzt fing es mit dieser Band an, musikalisch auch interessanter zu werden. Immerhin handelte es sich ja um ein Ramones-Tribute Festival. Und da ließen die Brewers als erste einen Sound hören, der an die Ramones erinnerte. Schnodderich und im gewohnten Ramones-Stil bot die Band einen soliden Auftritt. Dem Trio merkte man an, welche Band sie eben am meisten mochte.

Humor aus Oberhausen
Danach kamen die Nimrods, die bis zu dem Zeitpunkt den Vogel abschossen. Sehr gut und sehr witzig. Herausragend war vor allem der Bassist, der allein mit einer einzigen Saite spielte. Die Jungs hatten es voll drauf. Und sie haben Humor: neben einer kleinen Konfetti-Kanone und Wunderkerzen kam dann zum Schluss einer im Gorillakostüm auf die Bühne, der ganz in Anspielung auf Pinhead ein Schild mit der aufschrift "Hier ist die Party" schwenkte. Das alles hatte Stil.

Wunderbar...einfach nur wunderbar
Dan kam - wie erwartet - einer der Höhepunkte des gesamten Wochenendes: Banjoey Ramone. Meine größte Sorge war ja gewesen, das sich die Band tags zuvor in der Altstadt nach dem Gig im TUBE verirrt hätte. Aber sie waren alle wohlbehalten und bester Stimmung da und machten - wie Engländer eben so sind - mit der Party weiter. Zwischendurch fuhren einige ins Hostel zurück, um zu schlafen, doch sie waren mehr oder weniger aufrecht dann zur Stagetime präsent. Der Gig war ein wenig anders als 24 Stunden früher: sie spielten u.a. Pretty Vacent und ließen dafür das Sauflied inkl. Trinkwettbewerb aus. Das hätte zuviel Zeit geraubt. Wie schon im TUBE: diese Band überzeugte auf der ganzen Linie und ich hoffe sehr, dass die Band irgendwann wieder in die Nähe rüberkommt.

Geniale Klone
Krönender Abschluss waren dann die Romanez aus Italien - aus Rom. Das ist wahrlich eine wahre Coverband, die bis ins letzte Detail versuchen die Vorbilder zu kopieren. Wenn man so etwas vorher erzählt bekommt, hört sich echt schräg an. aber wenn man die dann live auf der Bühne erlebt, ist es anders: wirklich gut. Die Setlist - die Reihenfolge der Songs - ist denen der Ramones nachempfunden. Und allein die Tonlage des Sängers lässt ab und zu den Eindrcuk zu, dass das Joey leibhaftig auf der Bühne steht. Gerade in der Hinsicht, möglichste einer 1:1 Kopie nahezukommen, verdienen die Romanez Respekt. Fragt sich natürlich nur, ob die auch andere Musik mögen - geschweige denn machen (können).

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