Samstag, 1. Dezember 2012

Deutsch-Amerikanische Freundschaft & Goldkint @ Duesseldorf, ZAKK 30.11.2012


Charmant
Wenn mein Freund Martin aus England nicht extra zu diesem Konzert angereist wäre, hätte ich mir kein Ticket besorgt. So kamen wir zum ZAKK nachdem wir vorher mit Jörg beim Portugiesen gut gegessen hatten. Anders als erwartet war das ZAKK ziemlich voll. Wir kamen gerade als die Vorband - Goldkint - angefangen hatte.
Und mit dieser Vorband verbindet sich eine weitere Überraschung. Angesichts eines Publikums, in dem sehr viele - wie ich - zur 50+ Generation gehören, spielte ein Duo auf, das eher der Kindergeneration der Anwesenden zuzurechnen ist. Eine schöne Variante des Elektropops wurde da geboten und die quirrlige Sängerin erwies sich als tolle Frontfrau. Die Songs hatten alle Charme und irgendwie stand ich vor der Bühne und ließ mich von den Klängen bezaubern. Als die Sängerin dann das letzte Lied ansagte, dachte ich nur "Schade!".
DAF 2012
Nach einer kurzen Umbaupause begannen DAF pünktlich um 21.00 - wohl dem "älteren" Publikum geschuldet. Da im Anschluss keine Disco stattfand - ein Umstand, der einen zeitigen Beginn nötig macht - war davon auszugehen, dass wir alle früh nach Hause kommen würden. Nun denn. Wir werden alle nicht jünger!
DAF sind ein Duo - und das meiste ist Playback (was schon immer so war...eben auch als ich die Band das letzte Mal 1981 sah): live sind allein das Schlagzeug und der Gesang. Da dies aber von Anfang an klar ist, bekommt so ein Konzert nicht so eine Schräglage wie dort, wo eben so getan wird, als sei alles live, und wo es effektiv so ist, dass das nur teilweise stimmt.
Was - und das war die nächste Überraschung - interessant war, dass Robert Göhrl selbst am Schlagzeug saß. Nachdem er vor Jahren einen Autounfall hatte, hieß es lange Zeit, dass er nicht mehr Schlagzeug spielen könne. Do er saß da und trommelte als wäre nie etwas gewesen. Und der Sänger? Gabi Delgado rannte auf der Bühne hin und her, dass es kaum möglich war, ein vernünftiges Foto von ihm zu machen. Er ist schon ein ziemlich guter Entertainer. Für einen über 50jährigen war der wirklich gut drauf und füllte so die Bühne aus, auf der ja sonst keiner stand.
Noch einmal zum Playback: bis auf die Zugaben lief eine Basis-CD durch - bei den Zugaben steckte der Schlagzeuger jedes Mal eine neue CD in die "Elektronik-Station".
Als dann das Konzert nach ca. 70 Minuten zu Ende war, war für mich klar: ich brauche die Band nicht noch einmal zu sehen...und: es war schon gut. Unterhaltsam. Mein Freund Martin hat es genossen. Was will man mehr.

Verschwende Deine Jugend
Ich und die Wirklichkeit
Der Mussolini
Ich will
Muskel
Die Lippe
Mein Herz macht Bum
Algorithmus
Rote Lippen
Liebeszimmer
Du Bist DAF
Sato-Sato
Alle gegen Alle
Nachtarbeit
Der Sheriff
Die Lüge
Als wär's das letzte Mal

Der Räuber und der Prinz
Kebabträume
Alles ist gut

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