Donnerstag, 25. April 2013

Laetitia Sadier @ Düsseldorf, ZAKK 24.4.2013

Es war eine harte Entscheidung: ich hatte schon seit längerer Zeit das Ticket für die Show. Ich war sehr gespannt, weil ich Stereolab toll finde und speziell die Stimme von Laetitia Sadier bewundere. Doch dann stellte sich heraus, dass gerade an diesem Abend Borussia Dortmund das erste Spiel im Halbfinale gegen Real Madrid haben würde. Dumm gelaufen. Aber ich gab dem Konzert den Vorzug.
Das Konzert fand nicht in der Halle des ZAKK, sondern im Club statt. Effektiv waren nicht besonders viele Leute da. Es waren am Ende vielleicht 60 inkl. Tresenpersonal. Der einzige Vorteil war, dass es so extrem entspannt war. Der Abend wurde von einer Frau an den Keyboards eröffnet, deren Namen ich nicht erfahren habe. Es war auch eher eine fast schon komische Einlage, die nur dazu einlud, in den Biergarten abzuwandern. Nach ihr betrat ein junger Mann die Bühne: Jens Bosteen. Er brauchte einige Zeit, die E-Gitarre zu stimmen. Dabei stellte sich heraus, dass er seine Akustik-Gitarre in Hamburg vergessen hatte und nun umdisponieren musste. Sein Set, der mit einem Backgroundchor - bestehend aus Laetitia Sadier und ihrer Band - endete, war nett. Angenehme Songs - sowie eine freundliche Art. Es war eine gute Einstimmung für das Publikum für das, was jetzt noch kommen sollte.
Kurz vor halb Zehn stand dann Laetitia Sadier auf der Bühne mit einem Bassisten und einem Schlagzeuger. Die Solo-Sachen von Laetitia Sadier sind sehr viel ruhiger als das, was ich von Stereolab kannte. Ich war sowieso überrascht, dass sie mit einer Band auftrat, da ich gelesen hatte, dass sie auch solo nur mit Gitarre auftreten würde. Insgesamt war es ein stimmungsvoller Abend. Ihre Lieder sind wunderschön und gleichzeitig mit einer großen Ernsthaftigkeit. Letzteres klingt vielleicht ein wenig merkwürdig. Aber Laetitia Sadier als Person macht eben so einen Eindruck. Vom Typ her eben ernsthaft, was dann gerade auch bei den politischen Songs sehr deutlich wird. Das Konzert war nicht sehr lang - es dauerte inklusive der Zugaben so um die 65 Minuten -, aber es war in Ordnung. Nach zwei Zugaben verabschiedete sich Laetitia Sadier. Ich hoffe, dass sie bald mal wieder in die Gegend kommt.

The Rule of the Game
Next Time You See Me
Between Earth and Heaven
Becoming
There Is a Price to Pay for Freedom (And It Isn't Security)
Auscultation To The Nation
Lightning Thunderbolt
Find Me the Pulse of the Universe
Change Of Destination
Silent Spot


Statues Can Bend
Etoile

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Am Ende hatte Dortmund übrigens 4:1 gewonnen. Ich hatte mein iPhone nach dem 1:1 ausgestellt und war natürlich erfreut, diesen Endstand zu sehen. Beim Rückspiel ist kein Konzert!

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