Samstag, 18. Mai 2013

I Like Trains & Post War Glamour Girls @ Duisburg, Grammatikoff 16.5.2013

Support
Ich hatte die Karte schon seit einigen Monaten. Hätte ich keine gehabt, wäre ich vielleicht zu den Savages nach Köln gefahren, die dort im Gebäude 9 am gleichen Abend gespielt haben. Erik ist dort hin und war begeistert. Letztlich war ich aber trotzdem froh, nach Duisburg gefahren zu sein. Das hatte mehrere Gründe: erstens ist das Grammatikoff ein netter Laden, zudem gab es die Gelegenheit, Rene - einen netten Holländer und I Like Trains Hardcore Fan - wieder zu treffen und drittens sind I Like Trains eine wunderbare Band.
Freundlicher Apokalyptiker
Als Vorband spielten die Post War Glamour Girls. Diese Band kommt auch aus Leeds wie I Like Trains. Es war eine Band, die bei mir gemischte Gefühle hinterließ. Auch wenn es unter dem Strich ein ziemlich guter Auftritt war, passte irgend etwas nicht ganz zusammen. Rein musikalisch war das extrem gut. Nur die Stimme des Sängers klang zu oft nach einer klassisches Rockröhre. Und dass passte nicht wirklich gut. Und trotzdem: die Band passte als Support zu I Like Trains und insofern bildete der Abend eine gute Einheit.
Dann kamen I Like Trains. Rene erzählte, dass sie auf ihrer Mini-Tour nichts Neues gespielt hätten. Ein neues Album sei zwar in Arbeit, aber davon würden sie noch nichts rauslassen. Und so spielten sie einen gewohnt erstklassigen Set, der eigentlich nichts vermissen ließen. Außer vielleicht das wahnsinnige Stück "Spencer Percival". Es ist schon faszinierend, wie es diese Band immer schafft, auf der Bühne so eine dichte Atmosphäre zu erzeugen: wo die Grenzen zwischen Schönheit und Beängstigung fließend sind. Darin verwoben die unglaublich freundlichen Musiker - allen voran der Sänger - die auf der Bühne teilweise bis zur Schmerzgrenze die zum Teil klaustrophobische Musik ausreizen. Mehr ist eigentlich nicht zu sagen...außer, dass ich mir I Like Trains auch bei nächster Gelegenheit angucken werde.
Abschließend zurück zum Grammatikoff: es waren vielleicht gerade mal 100 Menschen anwesend. Es war ein Donnerstag Abend. Und davon waren einige da, die wohl nur so da waren. Rechts von mir saß auf einem Barhocker ein Typ mit Frau an einem Stehtisch und redete die ganze Zeit auf seine Begleitung ein. Ich werde es - glaube ich - nie verstehen, dass Menschen Geld für den Eintritt zahlen und der Band quasi den Arsch zu drehen. Idioten gibt es immer - auf jedem Konzert. Auch im Grammatikoff.

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