Samstag, 1. Juni 2013

The Undertones @ Bochum, rewirpowerStadion 31.5.2013

Kurzfristig ergab es sich, dass wir zu dem Zusatzkonzert der Toten Hosen ins Bochumer Stadion gehen konnten. Nun ist es ja so, dass die Toten Hosen nach wie vor eine saubere Show hinlegen und dass die Eintrittspreise usw. vollkommen ok sind. Gleichsam wäre ich wahrscheinlich nicht hingefahren, wenn nicht die Untertones aus Derry als eine von drei Supportbands gelistet worden wäre. So fuhren wir schon recht früh nach Bochum - ich habe ja den Fimmel, immer möglichst sehr früh da sein zu wollen. Entsprechend zeitig standen wir vor dem Bochumer Stadion, in dem ich zuletzt 1983 David Bowie gesehen hatte und eigentlich gar keine guten Erinnerungen - weder an Bowie noch an das Stadion - hatte. Nach zwei Dosen Bier von der Tanke ergatterten wir - dank des Aufdrucks "Presse" auf unseren Karten - für den Innenraum noch ein lila Bändchen, das uns Zugang zur zweiten vorderen Bereich verschaffte.
Vollkommen klar, dass die Toten Hosen an dieser Stelle besonders aufpassen und auch klar, dass derzeit ja in allen großen Stadien bezüglich Panik alles mögliche geregelt ist. Es war nur trotzdem alles ein wenig undurchsichtig. Den Weg zum Dixi-Klo konnte ich nicht wieder zurückgehen und hätten da nicht - gefühlt - Unmassen von Security Menschen rumgestanden, die einem immer bestimmt aber freundlich zeigten, wo man denn jetzt langgehen musste, hätte ich vielleicht die Orientierung verloren. Oder lag alles nur an der Sonne und den mittlerweile fünften Bier? Wer weiß?
Mighty Undertones
Vor dem Konzert hätte ich darauf gewettet, dass die Undertones als Drittes spielen würden. Royal Republik und die Donots in allen Ehren, aber wenn schon die Undertones extra eingeladen sind, dann gebührt denen doch der direkte Platz vor der Hauptband. So war der Plan, die beiden ersten Support-Bands zu ertragen, die Undertones anzugucken und dann noch ein wenig die Toten Hosen zu erleben, um dann aber früher wieder abzuhauen. Doch es sollte anders kommen. Der erste Blick auf die Bühne zeigte ein großes schwarzes Tuch mit dem Logo der Untertones und zudem lief einer mit Undertones-T-Shirt auf der Bühne herum und stimmte die Instrumente. Wie gut, dass ich meinen Früh-Dasein-Fimmel habe. Trotz offiziellem Beginn, der auf 18.00 Uhr terminiert war, kam Campino genau um 17.45 auf die Bühne, um seine alten Helden anzukündigen.
Und dann standen die Undertones auf dieser riesigen Bühne und spielten einen kurzen, aber knackigen Set. Es war deutlich: kaum einer kannte die Band - sie wurde nicht unwillig aber doch verhalten aufgenommen. Doch die Undertones nahmen das sportlich und hatten wohl auch deshalb kein Problem, die Arschkarte als erste spielen zu müssen, bekommen zu haben. Dafür hatten sie den Rest des Abends Zeit, sich - vielleicht nach irischer Art - die Kante zu geben.
Nach einer guten halben Stunde war dann der Set vorbei und wir guckten uns an: was jetzt? Die Vorstellung, zwei - von mir wenig geliebte - Vorbands ertragen zu müssen, fand ich wenig attraktiv. So suchten wir nach dem Ausgang - was gar nicht so einfach war - und gingen. Draußen kamen uns immer mehr Konzertbesucher entgegen. Einen hörte ich beim Vorbeigehen, wie er sagte, dass hoffentlich schon eine der Vorbands gespielt habe... - ich dachte nur: "Das Beste hast Du verpasst, Nichtwissender!".
Kurz vor 20.00 waren wir dann wieder in Düsseldorf - und wir hatten die Undertones gesehen. Wunderbar.

Und das haben die Undertones gespielt:
Jump Boys
Here Comes The Summer
Jimmy, Jimmy
Teenage Kicks
Thrill me
My Perfect Cousin
Love Parade
Male Model
You've Got My Number
Girls Don't Like It
Top 20
I Know A Girl
Get Over You

1 Kommentar:

  1. Du hättest das Stadion nicht verlassen sollen. Auch ich war mit einer Lastminute Pressekarte im Satadion, auch ich wollte eigentlich nur die Untertones sehen. Leider war ich nicht so pünktlich wie Du, Jimmy, Jimmy und Teenage Kicks habe ich vor dem Stadion gehört, und dann nur die letzten paar Songs live gesehen. Danach dachte ich dann auch das war's. Die Zeit bis zum Hosen Auftritt mit ein paar Bier überbrückt und irgendwann taucht Mickey Bradley neben uns auf. Freundlich wie wir sind sagen wir Ihm wieviel Spass wir hatten und laden Ihn auch ein Fiege Pils ein. Am Ende haben wir mit Ihm das ganze Hosen Konzert gesehen und viele nette Geschichten über die 80er, John Peel, Irland, U2 Derry etc. gehört. Riesentyp, Riesenabend und dem RockRoll ganz tief ins Aufge geblickt. Tom

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