Montag, 8. Juli 2013

Einige Gründe warum ich mir die Editors nicht mehr angucken werde...

Als ich 2005 das erste Mal die Editors live im Gebäude 9 gesehen habe, war das ein ganz großer Moment. Das Konzert zählt nach wie vor zu den besten Konzerten, die ich bisher erlebt habe. Damals hatte diese Band etwas Manisches, Treibendes. Als die "englischen Interpol" tauchten sie zu einem richtigen Zeitpunkt auf und mischten gerade als Live-Band die Szene auf. Das zweite Album, das durchgehend an das Debut anschließen konnte, ließ hoffen, dass die Band auch live so großartig agieren könne. Doch alle weiteren Konzerte der Band - insgesamt 5 - machten deutlich, dass die Band in dem Versuch, auf Arena-Kurs zu gehen, gerade das verlieren würde, was die Editors so speziell macht. Sie wurden glatt und vor allem langweilig. Nun wurde das neue Album veröffentlicht: "The Weight of your Love". Der eingeschlagene Kurs wurde hier perfektioniert. Das Album höre ich nicht ungern. Dann, wenn ich keine Hektik brauche. Es geht wie Öl hinunter. Aalglatte Hintergrundslala. Und: es wird auf eine unverfrorene Art geklaut, dass ich mir das eine oder andere Lied anfangs zweimal anhören musste, weil ich erst meinen Ohren nicht traute: "A Ton of Love" ist ein Echo and the Bunnymen-Plagiat erster Güte und "Honesty" biedert sich bei allen weichgespülten Coldplay Fans an. Wo ich erst - bei Ankündigung des Albums - ein wenig zuckte, ob ich dieser Band gerade wegen dieses einen Konzertes vor 8 Jahren nicht doch noch eine Chance geben sollte, ist mir eines klar geworden: nein. Schade? Auch nicht! Immerhin habe ich sie direkt am Anfang gesehen. Und das bleibt unvergesslich!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen