Sonntag, 9. März 2014

Thalia Zedek Band @ Cologne, King George Club 6.3.2014

"It was a blast..."
Was für ein Glück: Thalia Zedek Band dreimal in Folge. Das hätte ich mir nicht träumen lassen. Ich bin schon recht früh nach Köln gefahren, da es keinen Vorverkauf gegeben hatte und ich wußte, dass das King Georg recht klein sein sollte. So wollte ich nicht vor einem ausverkauftem Club stehen. All den Stress hätte ich mir aber gar nicht machen brauchen. Am Ende waren vielleicht 30 Personen vor Ort. Der Club war alles andere als gefüllt. Sicherlich: dieses Konzert wurde sehr spät noch angekündigt. Bei einer Band, die nicht unbedingt wirklich bekannt ist, und bei einer Promotion, die eigentlich gegen Null ging (so gab es am Club noch nicht einmal ein Plakat/einen Hinweis auf das Konzert) war das im Nachhinein dann nicht verwunderlich. Positiv ist daher zu vermelden: keine Enge, kein Gedränge, sondern beste Sicht auf die Band.
Vor dem Club traf ich übrigens den Verfasser von "Allroy For Prez..." und das war sehr nett, da wir doch einige Schnittmengen haben. Und dann kam auch die Band nach dem Soundcheck raus und es gab noch Zeit für einen kleinen Smalltalk.
Da das King George zeitlich bei Konzerten gebunden ist, fing das Konzert dann pünktlich um 21.00 - ohne Vorband - an. Die Band hatte alle ihre Sachen so platziert, dass Verstärker zum Teil auf Tischen standen. Das heißt: es gab keine Bühne im klassischen Sinn, sondern ein Teil des Clubs wurde einfach zur Bühne erklärt. Ähnlich wie in Dortmund standen wir quasi vor der Band. Der Sound war ok...leider war die Lautstärke des Gesangs ein wenig suboptimal. Es ist eben kein Ort, der für Konzerte ausgerichtet ist...auch wenn der Club als Konzertraum einen besonderen Charme hat. So denke ich, dass das nicht das letzte Mal gewesen ist, dass ich mir dort ein Konzert angesehen habe.


Die Thalia Zedek Band spielt ein wenig länger als eine Stunde. Wieder gab es Songs aus dem Mini-Album "Six" und aus dem Album "Via", die wiederkehrend zum Grundgerüst der Tour gehören. Erstmals - was ich jetzt gehört habe - spielten sie auch von dem Album von 2004 das Stück "Brother" neben "Bus Stop" - und am Ende kam als Zugabe, was nicht auf der Setlist vermerkt war, das wunderschöne "1926". Und wie die Zugabe, war der ganze Auftritt wunderbar. Auch wenn die Zuschauerzahl eher peinlich war, hat die Band den Abend wohl trotzdem genießen können. Im Facebook-Eintrag der Band zum Kölner Konzert heißt es: "Super cool club+ super cool audience = super fun show at the King George in Koln last night. Thank you so much Andreas , Miguel, Jan, Carston and everyone who came out to see our final show in Germany (this year anyways!). It was a blast! We're heading down into the deep south now. Next show is tomorrow night in Ebensee, Austria!". Auf dem Weg von Berlin über Köln nach Österreich war der Auftritt eine willkommene Zwischenstation und die Band wußte zu schätzen, dass die, die da waren, begeistert waren.


Zwei Anmerkungen noch: der Bassist, der sich nach und nach auszog, um dann barfüssig und im T-Shirt zu spielen, hatte an dem Abend ein "Slayer"-T-Shirt an. Irgendwie war das schon witzig. Und das andere: es ist schon Klasse wie David Michael Curry seine Viola spielt: teilweise wie eine Gitarre als wunderbare Ergänzung zu Thalia Zedeks Part. Nach dem Konzert habe ich mir noch das Tour-T-Shirt zugelegt und bin zufrieden und erfüllt wieder nach Düsseldorf gefahren.

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