Montag, 14. April 2014

The Outcasts & Dark Hansen @ Bonn, Bla 11.4.2014

O U T C A S T S
Erik und ich haben uns durch den Nachmittagsverkehr nach Bonn durchgequält. Dummerweise fingen an diesem Nachmittag auch noch die Osterferien an. Ziel war ein kleiner Laden in Bonn, wo die Outcasts spielen sollten. Wir waren mehr als zeitig genug da. Im "Bla" verfolgten wir noch die zweite Bundesliga und mussten feststellen, dass an diesem Abend wohl nicht sehr viele Menschen kommen würden. Auch wenn es am Ende nicht total leer war: es war doch schon eine Schande, dass nicht mehr diese wunderbare Band aus Belfast sehen wollten.
Kurz vor 20.00 kam die Band - aus Berlin kommend - an. Nachdem sie aufgebaut hatten, gab es die Möglichkeit für das eine oder andere Gespräch. Besonders nett ist ja Petesy Burns, der Gitarrist, der nicht zur Original-Formation gehört. Aber auch der Drummer, Raymond Falls, ist sehr kommunikativ. Für die Band war es diesmal - wie beim ersten Deutschland Besuch 2012 - ein verlängertes Wochenende. Der Gig in Berlin - als Aufwärm-Show für das Punk & Disorderly-Festival - war wohl sehr erfolgreich gewesen, so dass das Konzert in Bonn im Blick auf die Anzahl der Konzertbesucher nicht der Knaller war. Aber die Band spielt eben da, wo es eine Bühne gibt.
Dunkle Flensburger
Einige Zeit später kam jedenfalls die Vorband an: "Dark Hansen" aus Flensburg - eine Mischung aus Hardcore/Metal und anderem. Hatten die Outcasts alles vorher aufgebaut, wurde jetzt wieder alles abgebaut. Und irgendwann fingen dann "Dark Hansen" an. Auch wenn der Stil der Band nicht zu den Outcasts passte: es war ok. Es war eine Mischung aus "Gut geklaut" und "Eigenem": der Sänger verbrachte die meiste Zeit vor der Bühne und die drei an den Instrumenten (Schlagzeug - Bass - Gitarre) spielten stoisch ihr Ding runter.
Der Umbau ging relativ schnell über die Bühne. Und dann standen die Outcasts da und fingen an. Auch wenn ich mich wiederhole: es ist schon wahnsinnig toll, dass eine Band einfach so - ohne Knopf im Ohr - spielt. Gitarren in den Verstärker einstöpseln und losspielen - und dabei: gut klingen. Und: die Outcasts sind eine der Bands, die noch ein Schüppchen drauflegen. Kein Alt-Herren-Rock...sondern Punkrock.
Erik, der mir eigentlich nicht wirklich geglaubt hat, dass die Outcasts es noch bringen, wurde eines Besseren belehrt und war auch begeistert. Der Set war letztlich fast identisch mit dem vom Aachener Auftritt im letzten November. Aber das war ok.
Hier noch einige kleine Schlaglichter: irgendwann rief einer aus dem Publikum, dass die Band doch bitte mal altes Material spielen sollte...worauf der Sänger, Greg Cowan, schlagfertig wie er nun mal ist, erwiderte, dass es sowieso nur alte Songs seien. Soviel zum Thema "Bekanntheitsgrad". Dann nach "Love you for never" sagte Petesy, dass dieser Song für mich gewesen wäre...was natürlich eine Ehre war...weil ich die Band jetzt schon drei Mal in Deutschland gesehen habe...wobei Greg direkt nachschob, dass es jetzt aber keinen "Refund" gäbe. Hihi.
Wir verließen das "Bla" - ich mit dem Tour-T-Shirt und einer Best-Of-LP (graues Vinyl) und einem wunderbaren Badge...riesig groß...wie ganz zu Beginn.

By the way: die Band spielt am 24. Oktober in Düsseldorf - im Haus der Jugend. Wer da nicht hinkommt, ist selber schuld!

Das war die Setlist:
Nowhere Left To Run
Self Conscious Over You
Magnum Force
Mania
Frustration
Just another Teenage Rebel
Love you for never
Gangland Warfare
Seven Deadly Sins
Winter
Don't wanna be no Adult
The Cops are Coming
You're a Disease
Suffragette City (David Bowie)

Ruby


Und hier noch einige Fotos:

















Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen