Samstag, 19. Juli 2014

Eddie and the Hot Rods @ Essen, Freakshow (18.7.2014)

Ein verdammt heißer Tag. Zu Dritt sind wir nach Essen in eines der besten Venues gefahren: die Freak Show. Ein wunderbarer Laden…nette Leute…vernünftige Preise und ein guter Sound. An diesem Tag waren dann doch nicht so viele Leute gekommen. Auch wenn es am Ende ganz gut gefüllt war, war es angesichts der Temperaturen durchgehend angenehm. es war genug Platz. Zeit für nette Gespräche, Zeit für einige Biere. Besonders schön fand ich, dass ich zwei Pärchen wiedergetroffen habe - die einen Engländer…die anderen Niederländer - die auch zum Rebellion Festival im August fahren werden. Die Welt ist doch klein.
Auf Eddie and the Hot Rods hatte ich mich sehr gefreut. Mit der Band verbinden mich einige wunderbare Erinnerungen. Eine ist die, dass ich Ende 1979 die Compilation "That Summer" in den Händen hielt und u.a. immer wieder "Do Anything You Wanaa Do" spielte. Es ist ein wunderbarer Song…und als ich - bezogen auf das Rebellion Festival - 2011 Captain Sensible dort sah und er mit Paul Gray auftrat, spielte er auch dieses Lied mit der Ansage, dass es eben eines der besten Songs ever sei. Recht hat er.
Dabei sind Eddie and the Hot Rods keine klassische Punk Band. Sie spielen an sich Pub Rock und gehören zu den Bands, die den Punk vorbereitet haben. Und diese Band steht für verdammt guten Pub Rock. Als ich Eddie and the Hot Rode das erste Mal gesehen hatte war das im Empires Ballroom beim Wasted Festival 2006 (was heute das Rebellion Festival ist). Und das war eine große Bühne. Der Auftritt war ziemlich gut. Dann zwei Jahre später - 2008 - im Zack in Düsseldorf in der Halle. Auch das war ein toller Auftritt. Doch jetzt war es in der Freak Show. Von der Größe mit einem Pub vergleichbar. Und hier war es einfach am Besten. In so einem kleinen, überschaubaren Rahmen ist so eine Band am besten aufgehoben.
Nun denn: nachdem wir um 20.00 Uhr Einlass erhalten hatten, begann die Band um 22.00, um dann rund 70 Minuten den Laden zum Kochen zu bringen. Auch wenn als Original-Mitglied nur noch der Sänger - Barrie Masters - dabei ist, mindert das nicht den Spaß an dem Dargebotenen. Barrie Masters hat ziemlich versierte Musiker um sich gescharrt, so dass ohne großes technisches Schnickschnack einer sehr guter Sound erklang. Wie schon oft von mir angemerkt: es ist am Schönsten, wenn eine Band einfach spielt und alles auf den Punkt gespielt wird.
Die Setlist ist eine Mischung aus eigenen Liedern und verschiedenen Cover. Für mich ist es so, dass das schon erwähnte "Do Anything You Wanna Do" sowie "Quit This Town" zu meinen absoluten Lieblingsliedern dieser Band gehören. Beides wurde natürlich gespielt. "Quit This Town" ist deshalb für mich so ein wunderbares Stück, da ich es automatisch mit der Stadt in Verbindung bringe, in der ich aufgewachsen bin: Mettmann.
Wie schon gesagt: es war sehr heiß. Die Band hielt 70 Minuten durch. Und alle genossen das. So fuhren wir nach dem Konzert zufrieden wieder in Richtung Düsseldorf. Was für ein Schöner Abend. Was für eine gute Band. Was für ein toller Laden.



Das war die Setlist:
Get Across to You
Teenage Depression
I Might Be Lying
Better Without You (Joe Tex cover)
Quit This Town
Telephone Girl
Life on the Line
Why Should I Care?
You Better Run (The Young Rascals cover)
The Kids Are Alright (The Who cover)
Wooly Bully (Sam the Sham & The Pharaohs cover)
High Society
Hard Drivin‘ Man
Bad Time Again
Do Anything You Wanna Do
Gloria (Them cover)

Born To Be Wild (Steppenwolf cover)
Ignore Them

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