Samstag, 26. Juli 2014

Neil Young and Crazy Horse & Magic Numbers @ Moenchengladbach, Hockeypark 25.7.2014

Meister
Die Karten für dieses Konzert habe ich schon im letzten Jahr gekauft. Für Cor und mich war das jetzt - endlich - die Möglichkeit, Neil Young zu erleben. Ich muss gestehen, dass Neil Young der Musiker ist, dem ich immer die Treue gehalten habe. Er ist einfach eine Instanz für sich. Zudem war er immer anderen Musikrichtungen aufgeschlossen: nahm in den späten 70er DEVO als Support mit auf Tour - anfang der 90er Jahre z.B. auch Sonic Youth. Selbst mit den unsäglichen Pearl Jam hat er ein Album aufgenommen...das toll ist...vielleicht auch deswegen, weil Eddie Vedder nicht singt.
In der Vergangenheit habe ich Neil Young immer verpasst bzw. hätte ich ihn nur ohne Crazy Horse sehen können. Jetzt aber war es soweit. Daabei stellte sich heraus, dass der Hockeypark in Mönchengladbach eine angenehme Größe hat und - obwohl Regen angekündigt war- war es ein wunderbarer Sommerabend. Besser konnten die Voraussetzungen einfach nicht sein.
Als Support standen kurz vor 19.00 die Magic Numbers aus London auf der Bühne. Zwei Geschwisterpärchen, die einen - für meine Ohren - langweiligen Set hinlegten. Ich weiß, dass Erik mir mal die erste LP gegeben hatte. Schon damals hatte mich diese Band kaum beeindruckt. So auch jetzt als Support. Aber es war ok. Wir saßen in der Sonne, ich hatte eine leckere Bratwurst gegessen und wir freuten uns einfach, dass wir da waren. Was gibt es Schöneres als an einem Freitagabend in so einer Atmosphäre auf ein schönes Konzert zu warten.

Meisterband
Von der Tribüne her - wo wir unsere Plätze hatten - konnten wir die Leute beobachten. Effektiv war es eine 50+ - Veranstaltung. Wer jünger war, fiel auf. Aber so ist das eben. Neil Young geht jetzt langsam aber sicher auf die 70 zu - und er hat eben eine treue Gefolgschaft. Innerlich hatte ich mich schon auf eine möglich - und am Ende realistische - Enttäuschung eingestellt: Like a Hurricane - der Übersong überhaupt - spielte der Meister nur ab und zu. Auch in Gladbach sollte er diesen Song nicht spielen. Aber effektiv war es auch nicht schlimm: es war einfach grandios. Neil Young - der alte zornige Mann - hat es noch voll drauf. Zudem war er im Hockeypark mit fantastischen Musikern und zwei tollen Backgroundsängerinnen zusammen, so dass die musikalische Performance eigentlich nichts zu wünschen übrig ließ. Das Besondere an Neil Young ist, dass er selbst altbekannte Songs immer wieder neu spielen kann. So gehört er zu denen, die eigentlich niemals langweilen. Mehr noch: seine eigenwillige Künstlernatur bringt ihn eh immer dazu, seine Fans mit neuen Schlenkern zu überraschen. Und es gibt nicht wenig, die damit nicht umgehen können.
Wie dem auch sei: wir saßen da und hatten unseren Spaß. Im Nachgang war vielleicht das beste Stück an diesem Abend für mich "Cortez the Killer" - das war eine wunderbare, wunderschöne Version.



Das war die Setlist:

Love and Only Love
Powderfinger
Standing in the Light of Love
Days That Used to Be
Living With War
Love to Burn
Name of Love (Crosby, Stills, Nash & Young)
Blowin' in the Wind (Bob Dylan)
Heart of Gold
Barstool Blues
Psychedelic Pill
Cortez the Killer
Rockin' in the Free World

Who's Gonna Stand Up and Save the Earth

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