Dienstag, 22. Juli 2014

The Generators & Hotel Energieball @ Cologne, Sonic Ballroom 21.7.2014

Vor ein paar Jahren wollte ich die Generators schon in Duisburg sehen...aber da wurde das Konzert wieder abgesagt. Jetzt ergab sich die Möglichkeit, die Band in Köln - im Sonic Ballroom - zu sehen. Ich bin da mit Jens hin...einem netten Menschen, der durch die us-amerikanische Hardcore Szene sozialisiert worden ist. Erst in Köln - auch mit Hilfe von Jens' Erläuterungen - nahm ich wahr, dass eine vielleicht nicht uninteressante Band als Support spielen würde: Hotel Energieball aus Bochum. Und als die anfingen zu spielen, war mir sofort klar: die sind richtig gut. Der Sänger und Gitarrist hatte früher bei den Düsseldorfer Public Toys gespielt Ich hatte den auch schon öfters mal bei Konzerten gesehen. Tolle Songs - ich war begeistert. Knapp 40 Minuten spielte die Band 10 Lieder, die alle grandios waren. Es ist schon komisch: andere Bands werden mit einem viel schlechterem Songmaterial berühmt und räumen ab - und so eine Band bleibt in einer der hinteren Reihen (im Blick auf den kommerziellen Erfolg). Anzumerken sei noch, dass die Band kurzfristig auf einen Aushilfs-Schlagzeuger zurückgreifen mussten, mit dem sie nur einige wenige Male proben konnten. An dieser Stelle sei dieser Aushilfe Respekt gezollt. Den Job hat der klasse gemacht. Kritisch anzumerken sei nur zum Schluss, dass die Aufmachung des Sängers an einer Stelle echt übel war: Knielange Hosen und Creepers sind schon merkwürdig...Creepers ohne Socken sehen noch merkwürdiger aus. Aber egal: Hotel Energieball...ein ähnlich merkwürdiger Name, der sich aber gerade deshalb einprägt...sind 1. Klasse.

Das war die Setlist:
Neustart
Motorschaden
Vorbei ist Vorbei
Kein Blick zurück im Zorn
Ich will dich zerstören
Durch die Wand
Alles was bleibt
Kein Siegerlied
Meine Stadt
Wir müssen hier raus

Dann kamen nach einer kurzen Umbaupause die Generators aus Los Angeles. Und ich muss gestehen, dass mir das erste Lied gar nicht gefiel und ich dachte, dass es vielleicht besser gewesen wäre, nach der Support-Band zu gehen...aber: die Band gewann von Lied zu Lied. Fünf Leute auf der Bühne. Typische Amis. Alles ziemlich perfekt - alles auf den Punkt gespielt. Tolle Songs. Und gerade in so einem kleinem Club wie dem Sonic Ballroom genau richtig. Ich glaube, dass die auf einer größeren Bühne eher langweilig wirken. Denn so gut die mir an diesem Abend gefallen haben: sie sind nicht so markant, dass sie für etwas Eigenes stehen. So spielten die Generators eine knappe Stunde...und spielten leider vier Songs am Schluß nicht mehr...obwohl diese auf der Setlist vermerkt waren. Das lag nicht nur an der Hitze. An der Bühne lungerte so ein Zeitgenosse herum, der mir auffiel, dass er dauernd allen - mit dem Rücken zur Band - die Stinkefinger zeigte. Der war irgendwie merkwürdig drauf: fast schon beschwörend führte er dieses "Ritual" andauernd durch...dreht sich dann ab und zu zu einem der Bandmitglieder und begrabschte die...so wie er auch versuchte die eine oder andere Frau im Publikum anzufassen. Hinterher erfuhr ich, dass der wohl schon vollkommen dicht zum Konzert gekommen ist und einen einschlägigen Ruf weg hat. "What a tosser!" - würden die engländer sagen. Jedenfalls verließ die Band - vor allem der Sänger - recht genervt die Bühne...und kamen auch nicht mehr zurück. Nun denn. War trotzdem ein wunderbarer Abend.

Das war die Setlist von den Generators.

The Day Love Died
I Stand In Doubt
Tyranny
Perfume & Poison
Runnin Riot
Wrong Side Of The Tracks
Red Carpet
Sound Off The Alarms
You Against You
Dead At 16
Summer Of Unrest
Castaways
City Of Angels
Neck And Neck With Death
Walking Away
Live Gives Life Takes

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen