Samstag, 9. August 2014

Blackpool Stories Vol.3

Das Schöne an so einem Festival ist u.a., dass man Bands bzw. Mitglieder von Bands treffen kann. Das ist in der Regel nett und irgendwie auch etwas Besonderes. Klar - das kann auch in die Hose gehen. Immer noch hängt mir mein Erlebnis mit Steve Drewett von den Newtown Neurotisch nach, der sich als fürchterlich eingebildeter Schwätzer entpuppte und wo ich nur noch versuchte, den möglichst schnell wieder abzuwimmeln. Aber das ist die Ausnahme. Ein Highlight war auf jeden Fall dieses Jahr, als ich gestern zu Beginn des Festivaltages im Merchbereich auf den Tisch der Notsensibles stieß. Da war ein Mensch, der den Stand aufbaute und der sich als Sänger der Band erwies. Ich hätte den beim besten Willen niemals erkannt. Zu den Notsensibles ist zu sagen, dass ich Anfang der 80er Jahre diese Band wahnsinnig gemocht habe. Ich hatte das erste Album auf Tape und habe das so lange abgespielt es an zu leiern anfing und habe heute noch mehrere Singles. Die Notsensibles waren damals eine Band, die m.E. niemals außerhalb Englands gespielt haben, so dass es mehr als ein Traum war, die jemals live zu erleben. Irgendwann war das Thema eh vom Tisch - die Band hatte sich aufgelöst und war Geschichte. Das Rebellion Festival hat dann dazu geführt, dass sie 2006 dort auftraten und ich sie auch sah. Und jetzt stand ich dem Sänger gegenüber und unterhielt mich mich ihm über verschiedenste Dinge. Schließlich deckte ich mich mit einigen Dingen ein: ein Set Badges (wer das Album der Band kennt, weiß, dass auf dem Cover gezeichnete Figuren zu sehen sind - allein das Cover ist der Hammer - und die Badges haben jeweils einzelne Ausschnitte des Gesamtbildes als Motiv), eine neue CD mit den remasterten Singles sowie ein T-Shirt mit dem Cover des Albums (endlich in L…2006 hatte ich es mir auch schon gekauft…doch da gab es nur M, was dann doch recht knapp war/ist).
Für die Bands ist das Betreuen eines Merchstandes genauso ein willkommener Anlass, mit Fans in Kontakt zu kommen, und es gibt einige, die sich das auch nicht nehmen lassen und sehr präsent sind: TV Smith, Charlie Harpber…der meist am UK Sues Stand anzutreffen ist, John Robb….um nur einige zu nennen. Und es geht nicht nur um Kontakt, sondern natürlich auch um den Verkauf. Viele Bands finanzieren sich meist über Merch - gerade auch bei einem solchen Festival, wo es für viele nur sehr geringe Gagen gibt…wenn überhaupt. Denn: die Chance auf diesem Festival zu spielen ergreifen viele und verzichten dafür auch auf Geld.

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