Donnerstag, 7. August 2014

Cyanide Pills, The Fornicators, Senton Bombs & Litterbug @ Blackpool, Tache 6.8.2014

Am Mittwoch gab es die Möglichkeit, in Wintergardens ab 16.00 sein Festivalbändchen inkl. Programm abzuholen. Das tat ich dann auch und lief kurz durch das Venue, wo speziell im großen Runggang schon die Merch-Stände aufgebaut wurden. Danach ging ich ins Punp & Truncheon, wo ich bemerkte, dass sich dieser Pub mit einem modifizierten Sex Pistols Cover auf das Festival eingestimmt hat. Dort bestaunte ich bei einem Pint das aufwendig gestaltete Programm für das Festival.
Gegen 19.00 ging ich dann in den Rose & Crown Club, in dessen ersten Stock das Konzert stattfinden sollte. Der Pub war total voll von Festivalbesuchern. Da ich Paul, den Manager der Cyanide Pills in Wintergardens getroffen hatte und er mir sagte, dass das Venue über dem Pub keine besonders große Kapazität hatte, fand ich es jetzt spannend, wer von den allen auch zum Pre-Gig will. Letztlich war es nur ein kleinerer Teil. Das Venue war zwar recht gut gefüllt. Aber es war alles sehr relaxt. 5 Pfund Eintritt und – was keine Selbstverständlichkeit ist – sehr relaxte Security-Leute.
Da ich eigentlich nur wegen der Cynanide Pills da war, war klar, dass ich nach deren Auftritt wieder ins Hotel verschwinden würde. Die nächsten Abende würden lang werden.
Drei Bands spielten vor den Cynanide Pils.

Alte Schweden
Als erstes spielte eine Band aus Schweden, die z.T. bis auf den Sänger eher wie Death-Metal-Jünger aussahen. Die Band – The Fornicators - entpuppte sich aber als gut. Sie spielten so eine Art poppigen Streetpunk. Für den Einstieg war das gar nicht schlecht. Die Band hatte wohl versucht, in das Lineup des Festivals aufgenommen zu werden – eas nicht geschehen war – und so nutzten sie die Chance, wenigstens an dieser Stelle zu spielen. Da sie – so der Sänger – dafür aber außer Freibier nichts bekamen, sollte das Publikum das wenigstens würdigen. Und das geschah auch.

Blackpool Rocker
Dann kam eine Band aus Blackpool – die Senton Bombs. Das war eine klassische Rockband mit Metaleinschlag. Was rauskam war das, was gerne als Schweinerock tituliert wird. Ich wollte erst rausgehen und frische Luft schnappen, aber es war dann doch ganz ok.
Irgendwie passten die nichts ins Lineup. Aber ich denken, dass die Tatsache, dass das eine lokale Band ist, hat dazu geführt, dass die auf der Bühne standen. Nun denn. Mittlerweile war auch Ian, der in Düsseldorf lebt, eingetroffen und so standen wir da zusammen und warteten auf die nächste Band.

Alles-Verwerter
Das waren Litterbug. Und die haben mich begeistert. Die hatten eine humorvolle Mischung, wo sie textlich wie auch musikalisch ziemlich viel zusammengeklaut haben. Eine der Lieder hieß z.B. „I Live In A Van“. Nicht nur weil Charlie Harper von den UK Subs höchst persönlich im Publikum war, war das witzig. Ist doch eines der Lieder, das auf keiner Setlist der UK Subs fehlt: „I Live In A Car“. Textlich wie auch musikalisch war das also eine Band voller Anspielungen. Und das hat Spass gemacht.



A W E S O M E
Tja und kamen die Cyanide Pills. Ich stand mit Ian direkt vor der Bühne und wir erlebten einen – wiedereinmal – brillianten Auftritt. Eine gute halbe Stunde knallte die Band einen Hit nach dem anderen um die Ohren. Kann es schnell passieren, dass – wenn man eine Band – mehrfach hintereinander sieht auch langweilen kann, trifft das bei dieser Band aus Leeds nicht zu. Wie Ian sagte – hatte der Sänger einen Flachmann Whiskey für seine Stimme erhalten. Hihi! Den drückte er erst Ian und dann mir in die Hand. – mit der Aufforderung auch zu trinken. Von allen Seiten kamen dann Hände, weil alle was davon trinken wollten. Whiskey mag ich nicht. Und es schien auch ziemlich billiger Fusel zu sein...so jedenfalls meine Interpretation einiger Gesichtsausdrücke. Nun denn: am Ende war der Flachmann leer und der Sänger pfefferte ihn in den Backstagebereich, der direkt hinter der Bühne lag. Den konnte man jetzt sehen, weil der Vorhang beim Aufbau der Cyanide Pills runterkam. Der Bassist, der so ein bisschen Gaston-mäßig drauf ist, hatte ihn mit einem Mikroständer runtergerissen. Abgesehen vom Bassspiel hat der wohl "zwei linke Hände".


Cheap N Nasty
Wrong
Break It Up
Formica
Making Her Mind Up
I Don't Remember
Johnny Thunders
Can't Get It Up
Up Against the Wall
Stop And Search
Non Believer
Government
Shallow
Apathy
Where Did It Go
Suicide Bomber

Nach den Cyanide Pills ging ich dann ins Hotel und traf noch Nick, den Hotelier. Nach einem kurzen Chat gings dann ins Bett.

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