Freitag, 8. August 2014

Rebellion Festival @ Blackpool, Wintergardens 7.8.2014 (Part 1)

Am Donnerstag begann das Festival. Ich war schon recht früh am Wintergardens, weil ich auf die Merchstände gespannt war. Zudem wollte ich mir die neue Aufteilung der Bühnen angucken. Im Gegensatz zu den Vorjahren, gab es nicht das „Olympia“, das in einer riesigen Garage angesiedelt war, sondern jetzt – irgendwo hinter dem Empress Ballroom – das Casbah.
Die Merchstände bieten im Prinzip alles: man kann sich vollkommen neu ausstatten, Band-Merch und jede Menge Vinyl und CDs – wobei hier die Preise zwischen Schnäppchen und totalem Wahnsinn liegen.
Ich hatte mir zudem für den Tag einen Plan zurecht gelegt, welche Bands ich unbedingt sehen wollte – wohlwissend, dass sich das auch ändern würde...was dann auch geschah.
Was aber am wichtigsten war: ich traf meinen Freund Alan zusammen mit seinem Sohn Chris, die auch beide im gleichen Hotel wohne – zudem aus dem TV-Smith Fan Club Dunstkreis – Gareth und dann auch später Dave mit einem Kumpel. Zudem wieder Ian mit seiner Frau Ann. Denn: ein Festival allein ist öde – wie Dave sagte: depressing. Also: es folgte ein Tag, an dem wir uns immer wieder trafen, gemeinsam zusammen saßen, ein Bier tranken, erzählten und viel lachten.

Vorruhestand
Im Pavilion habe ich aus Neugierde eine Band zuerst gesehen, die ich gar nicht auf den Plan hatte. Die Band hieß „Borrowed Time“ und spielte soliden Punkrock (was immer das heißt!)...jedenfalls lieh ich der Band meine Zeit und sah einen Auftritt, der ok war. Alles schon ältere Herrschaften, was dem Namen der Bühne „New Band Stage“ nicht auf den ersten Blick entsprach. Aber man kann sich ja auch im Alter zusammentun und etwas Neues beginnen.
Es ist niemals zu spät! Danach bin ich noch einmal in Ruhe an den Merchständen vorbeigegangen. Leider musste ich entdecken, dass Ruts D.C. die teuersten T-Shirts verkaufen.

Abgebrüht
Danach kamen Skaciety. Ich bin auf die Band gestoßen, weil die ein wunderbares Logo haben: eine freche Abwandlung des Starbucks Logos. Die Band entpuppte sich als Schülerband, so dass der Auftritt um 14.00 mehr als gerechtfertigt war. Spätabends hätten die gar nicht mehr auf die Bühne gedurft. Es war eine Schülerband, die aber mit allen Wassern gewaschen war. Der Sänger hatte seinen 16. Geburtstag und war wohl der älteste. Und die konnten – Ska-Punk...wie der Name vermuten lässt – spielen. Speziell der Bassist hat sein Instrument auf eine Art und Weise beherrscht, dass einem nur schwindelig werden konnte. Großer Auftritt – großer Respekt.


Anstrengend
Im Empress Ballroom – wo die Bühne nicht quer wie in den Vorjahren sondern jetzt am Kopfende stand – folgte eine Aufführung von „Yes Sir, I will“. Ein Crass-Projekt – das letzte Crass Album. ES war – ich nehme es vorweg – sehr anstrengend. Das hatte mehrere Gründe. Zum einem wurde mir deutlich, dass ich mit Crass – weniger inhaltlich sondern mehr musikalisch – nie wirklich was anfangen konnte. Irgendwie war es beeindruckend und dann doch am Ende bin ich früher gegangen. Zum anderen fand ich es auch anstregend durch die Eingangsansage des Sängers, dass er eben diese Aufführung allen Opfern widmen würde. - speziell denen jetzt in Gaza. Wer mich kennt wird wissen, dass ich das in der Form und Einseitigkeit zu einfach fand. Ohne jetzt ein ganz anderes Faß aufmachen zu wollen: im Nahost-Konflikt geht es nicht, immer nur einseitig Position zu beziehen....aber das ist ein Thema für sich.

Spacko
Ich folgte jedenfalls Alan, der zu „Spunk Volcano & The Eruptions“ ins Casbah wechselte. Und die Band war unterhaltsam. Der Sänger kam mit Maske und einer verbotenen kurzen Schlafanzughose auf die Bühne und war vom Typ eher so, dass er an seinem Gewicht arbeiten sollte. Die Texte waren lustig bis absurd und gleichzeitig beides. Die Songs waren poppig/punkig. Alle hatten irgendwie Spaß. Eben eine Band, die sich nicht zu sehr ernst nahm und ihr Programm durchzog. Zum Cashah ist zu sagen, dass das wahrscheinlich der Ort vom Wintergardens ist, wo sonst die Mülltonnen stehen. Irgend wie komisch…aber die Leute schien es nicht zu stören.

Streetboypunk
Nachdem im Casbah die letzten Töne verklungen waren, zog es uns wieder in den Empress Ballroom, wo eine kanadische Band gerade anfing: „Bishops Green“. Ich hatte irgendwo gelesen, dass die in die Kategorie „Street Punk“ gehören. Ich hatte vorher noch nie etwas von Ihnen gehört, aber Gareth hatte gepostet, dass die wohl gut wären. Und das waren sie auch. Ich würde mir zwar von denen nie ein Album zulegen, aber als Live Band waren die kurzweilig.


1 Kommentar:

  1. "...Im Empress Ballroom – wo die Bühne nicht quer wie in den Vorjahren, sondern quer stand..."... Hä???

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