Sonntag, 10. August 2014

Rebellion Festival @ Blackpool, Wintergardens 9.8.2014 (Part 1)

Wunderbar
Der Samstag startete erst einmal mit einem Fehlgriff. Auf YouTube sah es noch gut aus: „Trioxin Cherry“. Aber zwei Songs von dieser Band live machte deutlich, dass die ganz schrecklich waren. So flüchtete ich regelrecht vom Empress Ballroom in den Pavilion, wo eine Band spielte, die mit Alan und Chris empfohlen hatte: POG. Ein wenig hörte sich das nach Folk an...und es war hinreissend. Vielleicht ist das „die“ Neuentdeckung für mich bei diesem Festival. Eine sympathische Band, wunderbare schöne und vor allem auch clevere Songs und zum Schluß sogar ein gekonntes Cover von „Demystification“ von den Zounds. Der eigentliche Drummer war nicht dabei – so war der von den Cravats eingesprungen und machte das super. Vor solchen Leuten habe ich einen großen Respekt. Ich war dermaßen beeindruckt, dass ich für 10 Pfund drei CDs erstand.

Still angry
Ich blieb dann gleich im Pavilion. Es folgte nämlich Andy T. Ich hatte ihn schon 2011 gsehen: der Mix aus Gedichten und Songs hatte mich da schon eingenommen. Andy T. ist ein Mensch – vielleicht ein paar Jahre älter – der hoch politisch engagiert und vor allem zornig („still angry“) sein Ding macht. Ich habe einiges weidererkannt – anderes war neu. Andy T. gehört neben Attila Stokebroker zu denen, die auf einem Festival wie Rebellion nicht fehlen dürfen.
Dann ging ich erst einmal in ein Cafe, um einen weiteren Espresso zu tanken. Um dann zu HMV zu trotten: denn es sollten The Outcasts und The Defects dort spielen. Im ersten Stock war auch schon einiges aufgebaut. Ich traf den Drummer und den zweiten Gitarristen der Outcasts und wir redeten über die anstehende Tour im Oktober. Auch die Bandmitglieder der Defects waren da – sowie ca. 40 Leute. Was fehlte war die Hälfte des Schlagzeuges: keine Becken, keine Snare Drum. Irgendwie war das mies – von HMV – vorbereitet...und dann trat der Sänger der Outcasts an Mikro und verkündete, dass sie so nicht spielen könnten und vertröstete auf den Sonntag. Alle hatten lange Gesichter...aber es war verständlich. Da ging gar nichts. Saftladen.

999
So kam es, dass ich noch rechtzeitig zu 999 in den Empress Ballroom kam. Auch wenn diese Band – die ich an sich so mag – mehr als berechenbar ist (inkl. Ansagen von Nick Cash): sie waren ziemlich gut. Der Empress Ballroom war gut gefüllt und die Stimmung passte. Ich hatte zwar das Gefühl, dass Arturo irgendwie genervt war, aber die Band lieferte einen guten Set ab. Pablo, der Original Drummer, war verhindert und so spielte der Schlagzeuger, der schon im letzten Jahr in Essen das Schlagzeug übernommen hatte. Ein freundlicher, älterer Herr, der seinem Job wunderbar nachging. Nach dem Konzert – als Arturo wieder an seinem Merchstand war – wechselten wir ein paar Worte. Leider war klar, dass ich seinen Auftritt mit den Lurkers nicht hinbekommen würde. Aber vielleicht ja am nächsten Tag solo.

Chikane Destination
Black Flowers For The Bride
Inside Out
Hit Me
Lie Lie Lie
Feelin‘ Alright With The Crew
The Last Breath
Really Like You
Let‘s Face It
Emergency
Don‘t You Know I Need You
Nasty Nasty
Homicide

Eastfield
Es folgte dann eine Band, von der ich schon viel gehört hatte: „Eastfield“ im Pavilion. Sie erinnerten mich ein wenig an die Rezillos: auch wenn sie anders klangen...sie hatte poppig-punkige Songs und einen Sänger und eine Sängerin. Das hat wirklich Spaß gemacht. Der Pavilion war ziemlich voll und da es später Nachmittag war und die Sonne nach wie vor schien, war es entsprechend heiß. Total verschwitzt verließ ich das Venue, um draußen ein wenig frische Luft zu schnappen und ein wenig zu laufen. Das viele Stehen ist für dann schon ältere Knochen ein wenig anstrengend. Wo an diesem Samstag - trotz anderer Prognose - das Wetter so wunderbar war, dass es eh eine Schande gewesen wäre, die ganze Zeit im Wintergardens zu verbringen.

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