Freitag, 8. August 2014

Rebellion Festival @ Blackpool, Wintergardens 7.8.2014 (Part 2)

Athletische Rampensau
Nach einer Pause ging ich zurück ins Wintergardnes in den Empress Ballroom; Goldblade waren an der Reihe. John Robb – der Sänger – ist mit seiner Band ein Phänomen. Er ist im wahrsten Sinne eine Rampensau. Schon beim ersten Lied hing er über Brüstung, die das Publikum von der Bühne abhalten sollte. Der rennt wie von der Tarantel gestochen über die Bühne, so dass klar ist, dass John Robb eine vorzügliche Kondition haben muss. Niemand würde das in diesem Tempo nur 10 Minuten durchhalten. Der Auftritt war klasse auch wenn zwei Dinge kritisch anzumerken sind: der Sound war wirklich mies. Der Soundmensch muss an diesem Tag ein schlechtes Händchen gehabt haben. Der Höreindruck wurde auch durch die eingesetzte Pyrotechnik nicht verbessert. Eher im Gegenteil. Zudem: die Setlist glich der vom Konzert vor drei Jahren zu – gefühlt 100 Prozent.

Fighting In The Dancehall
Jukebox Generation
Strictly Hardcore
The Shamen Are Coming
Rebel Songs
This Is War
Black Sheep Radical
Psycho
Riot Riot
Do You Believe In The Power Of Rock 'n' Roll

Absolutes Highlight
Nach einem kurzen Abstecher im Hotel ging es zur Arena, wo die Cyanide Pills spielen sollten. Ich ergatterte – weil ich früh da war – ein Platz direkt am Gitter und erlebte den bisher besten Auftritt der Band. Wobei sofort klarzustellen ist: die drei anderen Auftritte in diesem Jahr waren alle außergewöhnlich – brilliant – eigentlich nicht zu toppen. Was gestern noch dazu kam: bisher hatte ich die Band in kleinen Clubs gesehen. Die Arena in Wintergardens ist einfach größer und es war voll und die Leute sind alle ziemlich abgegangen. Das merkte dann sehr schnell mein Rücken. Neben mir stand Ian und zwischen uns drängte sich immer wieder ein Mod, der sich an das Gitter rettete aber immer wieder von einigen Spaßvögeln nach hinten gerissen wurde. Das Publikum hatte großen Spaß – die Band auch. Auch wenn sich die Setlist kaum gegenüber den anderen Auftritten verändert hatte – was innerhalb von 3 Monaten auch ok ist – würde ich mir die Band, wenn sie heute oder morgen spielen sollte – sofort wieder angucken. Definitiv ist das die Band, die mich – von englischer Seite – in diesem Jahr am meisten begeistert hat. Hinterher hatte ich noch einen kurzen Chat mit dem einem Gitarristen, der mich direkt mit meinem Blogeintrag vom Essener Konzert in Verbindung brachte. Und das hat mich natürlich besonders gefreut. Ich hoffe jetzt also, dass die Cyanide Pills spätestens nächstes Jahr wieder nach Deutschland kommen.

This IS Ska!
Als ich dann wieder im Empress Ballroom auf The Selecter wartete war mir klar, dass danach für den Tag Schluss sein sollte/sein musste. Ich merkte, dass ich müde wurde – und es war erst der erste Tag. Also: The Dickies würde ich verpassen...aber die spielen eh immer das Gleiche und bei den immer gleichen Jokes kann man die Uhr nach stellen.
The Selecter hatte ich 2010 das erste Mal in Hasselt gesehen. Das war gut. Gestern war es besser. Runder. Ohne eine Länge. Und: es wurde getanzt. Die ganze Halle. Und das ist beim Empress Ballroom etwas Besonders, da der Boden mitschwingt. Und wenn dann alle tanzen, braucht man kaum etwas selber zu machen. Alles ist in einer großen Schwingung. Wunderbar. Aber danach war ich platt – durchgeschwitzt – zufrieden – und ich merkte meine müden Knochen. Der Weg ins Hotel war daher wohltuend und ich fiel in einen tiefen Schlaf.

The Selecter
Three Minute Hero
Time Hard (Everyday)
They Make Me Mad
Danger
My Sweet Collie
Fuck Art Let's Dance
Train to Skaville
Murder
Secret Love
Carry Go Bring Come
The Avengers Theme
Missings Words
James Bond
On My Radio
Too Much Pressure/Pressure Drop

Und bevor ich es vergesse: ich sah kurz bei den Street Dogs rein…was ich enttäuschend fand…ich sah einen Teil des Akustik Sets von Slaughter and the dogs, was fantastisch war…und sah vor den Cyanide Pills noch eine Band namens Brassick, die schlecht war.



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen