Sonntag, 28. September 2014

Chameleons Vox & Asmodi Bizarr @ Cologne, Underground 27.9.2014

Chameleons Vox
In mancher Hinsicht war das ein Flashback. Aber dazu später etwas. Ich war mit Jürgen ins Kölner Underground gefahren. Dort traf ich erfreulicherweise Michael und es gab die Gelegenheit, Neuigkeiten und anderes auszutauschen. Das ist eben das Wunderbare an Konzerten: es sind immer auch "social events". Ohne das wäre es langweilig.
Aber zurück zum Flashback: sowohl Asmodi Bizarr wie auch The Chameleons habe ich in den frühen 80ern in Bochum gesehen. Asmodi Bizarr waren damals Support von The Cult. Ich weiß von dem Konzert eigentlich nicht mehr sehr viel. Nur so viel, dass es mich nicht vom Hocker gehauen hat: weder The Cult noch die Supportband. Dann war die Band auch Support von "The Danke Society", was ich aber nur aufgrund des Hinweises von meinem Freund Erik weiß. Von daher habe ich nicht wirklich viel von dem Auftritt im Underground erwartet. Doch es war sehr viel besser als befürchtet. Dabei begann es eher schlecht für die Band. Als die Musiker auf die Bühne kamen und der eine Gitarrist seinen Verstärker anschaltete, sah man kein Lämpchen sondern nur eine Rauchwolke. Glücklicherweise waren Chameleons Vox so freundlich und überließen Asmodi Bizarr einen ihrer Verstärker. Jenseits der nicht unbedingt wirklich guten deutschen Texte, hat die Band im wahrsten Sinne des Wortes gut unterhalten. Als das letzte Lied nach einer knappen halben Stunde angekündigt wurde, war ich schon fast enttäuscht.
Dann kamen kurz nach 21.00 Chameleons Vox, effektiv "The Chameleons"… aber eben nur mit Sänger und Schlagzeuger aus der ursprünglichen Formation. Ich hatte die Band im Oktober 1983 in der Bochumer Zeche mit dem ersten Album - Script To The Bridge - erlebt, was sie jetzt in Gänze spielen sollten. Damals hatten sie nur das Album im Gepäck, was dazu führte, dass sie als Zugaben einige Stücke erneut spielten. Was mir sofort im Underground auffiel: der Sänger hatte sich wenig verändert. Jedenfalls war seine Frisur die gleiche. Wenigstens hatte er nicht diese fürchterliche Muscle-Hemd von damals an. Dann fiel mir auf, dass seine Stimme über die Jahre gelitten hatte. Am Anfang war das leicht störend, aber das ergab sich dann mit der Zeit.
Da das erste Album gespielt wurde, war eigentlich auch der Grund gewesen, ein Ticket zu kaufen. Die weiteren Alben der Band sind nicht schlecht - sie kommen aber nicht im Ansatz an dieses erste - geniale - Album heran. Und auch wenn es nicht besonders kreativ ist, einfach ein Album in Reihenfolge der Songs, wie es damals mal erschienen ist, zu spielen: es war schön. Selbst nach 31 Jahren: so ein Juwel glänzt auch noch heute. Das sehr gut gefüllte Underground empfand das wohl auch. Es waren so viele Leute da, dass das Venus mehr und mehr zur Sauna wurde. Und die Band war wohl so angetan, dass am Ende drei Zugaben gespielt wurden. Nach der zweiten gingen Michael und ich raus - davon überzeugt, dass jetzt Schluss sei. Doch draussen angekommen hörten wir, wie die Band erneut auf die Bühne kam. Und: es war eines der Stücke des ersten Albums - ich meine Paper Tigers - und da schloss sich ein Kreis: wie 1983


Don't Fall
Here Today
Monkeyland
Second Skin
Up The Down Escalator
Less Than Human
Pleasure And Pain
Thursday's Child
As High As You Can Go
A Person Isn't Safe Anywhere These Days
Paper Tigers
View From A Hill

Return Of The Roughnecks
Looking Inwardly
Singing Rule Britannia (While The Walls Close In)

In Shreds

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