Montag, 27. Juli 2015

7 Seconds & And Now Run @ Duesseldorf, Tube 26.7.2015

7 Seconds...eben
Wieder ein Sonntagabend im Tube. Anders als die Woche zuvor bei den Pukes war das Tube ziemlich gut gefüllt und erreichte mal wieder Saunaatmosphäre. 7 Seconds hat ich letztes Jahr im MTC in Köln gesehen und war ziemlich begeistert. So freute ich mich auf ein weiteres Konzert mit dieser Band in Düsseldorf. Ein kleiner Dämpfer war aber als ich sah, woher die Vorband - And Now Run - kam: aus Neuss. Was sollte da Gutes herkommen? Aber...es war toll. Ich hatte von dieser Band noch nie etwas gehört und sie überzeugten mit ihrem gut halbstündigen Set sehr. Ich stand beeindruckt vor der Bühne und fand es fast schade, als die Band ihr Zeug von der Bühne trug. Das war schon gut. Dann bauten 7 Seconds recht schnell auf und es folgte ein knapp 50minütiger Set, der nichts zu wünschen übrig ließ. Die Setlist war ähnlich wie die vom Vorjahr. Aber es gab - vor allem bei der Zugabe - auch "Neues".
Kevin Seconds - der Sänger - sagte zwischendurch, dass das im Tube wohl die kleinste Bühne sei, auf der die Band gespielt habe. Und es war auch eng. War bei dem Support das Publikum noch recht zurückhaltend, brach vom ersten Stück an der Teufel los - und das bei dieser Hitze. So stellte sich bei mir der Eindruck ein, dass die Band sogar noch schneller spielte, um danach an die frische Luft zu gelangen. Und wie schon im letzten Jahr konnte ich mich nicht ganz mit einem Cover von Nena anfreunden. Aber egal. Drei Momente möchte ich noch weitergeben: nach einem Drittel des Sets wurde dem Sänger eine Geldbörse gereicht. Er fragte, wem die gehöre mit der klaren Aufforderung jetzt ehrlich zu sein - und siehe da, die Besitzerin bekam ihr Eigentum zurück. Alles nicht selbstverständlich. Dann: bei einigen Absprachen ließ der Gitarrist erkennen, dass er aufgrund seiner Ohrstöpsel (und wahrscheinlich aufgrund eines berufsbedingten Hörschadens) nichts verstehen würde...und noch eines zum Thema "Stagediving": viele der Konzertbesucher war schon älter. Einer, der sich vom Gewicht ganz gut gehalten hatte, schaffte es, von der Minibühne ins Publikum zu springen und schaffte es sogar nichts von der Decke runterzureißen. Ein anderer, der zum Schluss mit bloßem Oberkörper wild herumtanzte, versuchte es gefühlt zehnmal: jedes Mal kam er nicht weiter. Die Schwerkraft zog ihn samt ausgeprägten Bierbauch und schweren Knochen immer sofort in die Tiefe. Das war so als wenn ein Walross sich im stagediven versuchen würde. Es hatte Unterhaltungswert.

Das war die Setlist von 7 Seconds:

New Wind
We're Gonna Fight
You Loose
Not Just Boys Fun
This Is The Angry Pt.2
Here We Go Again
Still Believe
Exceptional
The Crew
Remains To Be Seen
Here's Your Warning
Sooner Or Later
Your Hate Mentality
Regress No Way
If The Kids Are United (Sham 69)
Red And Black
Die Hard
Leave A Light On
Young 'til I Die
99 Red Ballons (Nena)
Walk Together, Rock Together

Skins, Brains & Guts
Colourblind
Definitive Choice

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