Donnerstag, 6. August 2015

Blackpool Stories Vol. 7

Blackpool 2015. Aber erst einmal hinkommen. Irgendwie war in den vergangenen Jahren da immer irgendwo ein Problem: 2006 – beim ersten Mal – strandete ich aufgrund der Terrorwarnung in London (es sollten Flugzeuge über dem Atlantik in die Luft gesprengt werden) und kam nur mit Mühe zum Festival. 2008 versagte das Auto für die Mitfahrgelegenheit zurück nach Manchester zum Flughafen und verpasste fast um Haaresbreite meinen Rückflug. 2011 wollte Lufthansa mal wieder streiken und ich fuhr mit dem Bus hin...24 Stunden. Ok: letztes Jahr war alles relativ reibungslos verlaufen. Und 2015?
Ich hatte über Amsterdam mit KLM gebucht, da ich aufgrund meiner Erfahrungen mit der Lufthansa keinen Stress haben wollte. Effektiv war es aber so, dass ich eben woanders ins Klo gegriffen habe. Der Flug nach Amsterdam hatte Verspätung. Wurde mir erst zugesichert, dass ich den Anschluss nach Manchester locker kriegen würden, war dann die Ansage im Flugzeug: Nix da. Ich muss zum Transfer-Desk. Beim ersten, das total überfüllt war, wurde ich dann zu einem anderen geschickt. Das war genauso überlaufen. Da es in Amsterdam freies Wifi gibt, guckte ich in meine Mailbox und fand eine Mail der Fluggesellschaft, dass ich auf den nächsten Flug – zwei Stunden später - umgebucht sei. Doch mein Versuch, am Automasten eine Boarding-Karte zu bekommen, schlug fehl. Ich sprach daraufhin die nächste Frau in KLM-Uniform an, die vorbei lief. Die sah meine alte Boardingkarte, grinste mich an und sagte, dass sie mich bei dem von mir verpassten Flug mehrfach ausgerufen habe...und es würde nicht oft vorkommen, dann den auch zu treffen, der zum Boarding nicht gekommen sei. Dann nahm sie meinen Ausweis und meine Boardingkarte und besorgte mir – ohne dass ich mich anstellen musste – meine neue Boardingkarte. Immerhin. Da nun meine Mitfahrgelegenheit von Manchester nach Blackpool verständlicherweise nicht so lange warten konnte, buchte ich dann einen Zug und ging einigermaßen beruhigt zum Gate. Da wurde mir aber eröffnet, dass auf der Boardingkarte kein Platz vermerkt sei und das erst einmal geguckt werden müsse, ob die Maschine für mich überhaupt noch einen Platz habe. Als ich darauf erwiderte, dass das doch jetzt ein schlechter Scherz sei und dabei wohl ziemlich aufgebracht aussah, wurde die Mitarbeiterin von KLM leicht hektisch und reichte mir dann eine neue Boardingkarte inkl. Sitzplatz. Und dann? Es wäre schön gewesen, wenn ich wenigstens direkt den nächsten Zug erreicht hätte. Wir landeten sogar überpünktlich...aber dann staute sich vor der Passkontrolle eine gefühlt unendliche Schlange. Es war klar. Den Zug um 13.29 konnte ich knicken. Wenigstens konnte ich in aller Ruhe mein gebuchtes Ticket ausdrucken und etwas zum Essen kaufen.
Das nächste Mal fahre ich mit dem Fahrrad...

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