Samstag, 23. Januar 2016

Funny van Dannen @ Duesseldorf, ZAKK (22.1.2016)

Das war kein Konzert. Funny van Dannen hat aus seinen Büchern gelesen: Lese-Reise-Tournee. Im gut gefüllten und bestuhlten ZAKK - bevor dann ab 22.00 die ritualisierte 80er-Party stattfand - saß Funny van Dannen auf der Bühne. In zwei Blöcken mit einer 15minütigen Pause konnte man quasi "The Best of" erleben. Wir hatten die Karten geschenkt bekommen. Und im Vorfeld stand die Frage im Raum, wie das wohl werden würde. Cor hatte Funny van Dannen kürzlich bei einem Interview erlebt und meinte, dass der doch ohne Gitarre eher schüchtern daherkommt und dass das daher wohl bei einer Lesung nicht so gut werden könne. Am Ende hatte sie recht auch wenn Funny van Dannen vor seinem Tisch sitzend dann doch nicht so verhalten war. Es war nett - aber auch nicht mehr. Nun bin ich nicht so ein großer Funny van Dannen Fan. Seine CDs haben etwas. Der Wahlberliner beherrscht die Kunst, in dreiminütige Lieder mehreres zu vereinigen: absurde Texte, einen skurrilen Humor - verbunden mit einer besonderen Art und Weise, das alles mittels der Gitarre in Melodien zu fassen. Auch wenn ich mir nicht viel davon an einem Stück reinziehen kann: das ist schon eine besondere Kunst. Und einige seiner Songs sind wahrhaft Brüller. Der Unterschied zu den Geschichten ist einfach, dass die eben beschriebene Mischung so nicht da ist. Sicherlich: die Geschichten sind genauso absurd und ich frage mich, wie man nur auf solche Ideen kommen kann (z.B. ein Reiskorn und ein Maiskorn, die als Paar zwei Kartoffeltüten adoptieren...). Und Funny van Dannen musste immer wieder selber über seine Sachen lachen. Aber am Ende war ich dann auch froh, dass es vorbei war. Es hatte dann auch etwas Ermüdendes. Unter dem Strich aber auch ganz klar: der Typ ist besonders in vielfacher Hinsicht. Wenn er mal wieder mit Gitarre nach Düsseldorf kommt....vielleicht gehe ich sogar hin.

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