Donnerstag, 12. Mai 2016

Public Image Limited & Love Byrd @ Duesseldorf, ZAKK (11.5.2016)

PIL
Ein halbes Jahr nach dem Auftritt in der Bochumer Zeche spielten PIL im ZAKK. Auch wenn ich ja vom Bochumer Auftritt nicht wirklich überwältigt war, erschien mir dieses Konzert quasi nebenan dann doch so attraktiv, dass ich mir ein Ticket kaufte. Es war warm - es sollte voll werden. So suchte ich mir einen Platz auf der Empore. Im Gegensatz zu Bochum spielte diesmal eine Vorband: "Love Byrd". Das ist ein deutsches Trio, dass in die Indie-Kategorie einzuordnen wäre. Neben Schlagzeug und Bass war da eine Sängerin mit einem auf den ersten Blick beeindruckenden Equipment (Keyboards, Mac etc.). Die Sängerin hatte einen Kopfhörer an und neben dem Gesang machte sie aber mit der Technik kaum etwas. So dass mein Nachbar treffend meinte, dass ein MP3-Player auch gereicht hätte, wo doch eh fast alles "vom Band" kam. Die Band begann fünf vor acht und spielte ca. 25 Minuten. Es war nicht schlecht und doch unter dem Strich vollkommen belanglos.
John Lydon
Dann genau um 21.00 betraten PIL die Bühne und spielten fast zwei Stunden. Im Vergleich zum Set in Bochum gab es einige aber von der Ausrichtung her nur unwesentliche Veränderungen. Dadurch, dass z.B. auch in Düsseldorf nicht "Public Image" gespielt wurde, wurden all diejenigen, die auch älteres Material erhofft hatten, enttäuscht. Trotzdem gefiel mir das Konzert im ZAKK besser als das in Bochum. Ich kann gar nicht genau festmachen, woran das lag. Ein Faktor war sicherlich, dass die Stimmung im ZAKK sehr viel besser war. Wenigstens war das Publikum lauter. Und auch wenn ich nach wie vor das letzte Album recht schlecht finde, waren die Songs von diesem Album live annehmbar und all die anderen Songs waren einfach fantastisch gespielt. Wie schon beim Bochumer Konzert vermerkt: diese Band hat als Musikerkollektiv eine Extraklasse. Einzig das von mir wenig gemochte "Religion" ging mir auf den Keks. Nun denn. Lyon ist eben an dieser Stelle schwer traumatisiert.
Was ich aber wirklich überraschte war dann der Sound. Bin ich von der Halle im ZAKK immer einen Matschsound gewöhnt, war es diesmal dann doch anders, was eben an der Band und der Crew liegt: die kitzelten einen nicht nur annehmbaren Sound heraus. Das war schön. Wenn man schon fast 40 Euro für so ein Ticket hinlegen muss, dann ist es ein feiner Zug, dass sie Band auch Mühe gibt, das auf ihre Weise zurückzuzahlen. Insofern kann man auf PIL bauen: sie mögen zwar nicht immer das spielen, was wünschenswert wäre, aber sie tun es einfach gut. Gute Band!

Das war die Setlist:


Double Trouble
Know Now
This Is Not a Love Song
Bettie Page
Deeper Water
Corporate
Death Disco
The One
The Order Of Death
Tie Me To the Length Of That
Warrior
Religion
Rise

I’m Not Satisfied
Open Up / Shoom

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