Dienstag, 23. August 2016

Maid of Ace @ Essen, Don't Panic (22.8.2016)

Disaster Of Noise

Maid of Ace haben ein ziemlich gutes zweites Album rausgebracht. Ist das 2. meist das "difficult one", ist es bei der Geschwister Band aus Hastings anders. Es gefällt mir auf jeden Fall besser als das erste, das aber trotzdem gut ist. Wie dem auch sei: als ich sah, dass Essen noch in die Tour reingeschoben worden war, freute ich mich sehr. Als ich dann aber sah, dass die Band am Abend zuvor in Südfrankreich spielen sollte, verflüchtigte sich wieder Freude. Noch zu gut konnte ich mich an die beiden Auftritte im Tube 2014 und 2015 erinnern, bei denen "Maid of Ace" jeweils viel zu spät ankamen. Trotzdem kaufte ich mir ein Ticket und konnte am Tag des Auftritts erleichtert feststellen - so Facebook - dass die Band wohl schon tief in der Nacht losgefahren war und daher auch schon da war im ehemaligen Panic Room als ich das Venue betrat.
Der Auftritt sollte dann im "Hinterzimmer" des "Don't Panic" stattfinden. Ich war da bisher noch nie gewesen. Klein und fein. Ich finde den Konzertraum fast besser als den vorne liegenden Saal. Es waren vielleicht am Ende 40 Leute da. Es gab keine Vorband. Und so spielten die 4 Schwestern ca. 50 Minuten einen intensiven Set. Und diese 50 Minuten fand ich ziemlich gut. Maid of Ace sind speziell. Sie pflegen ein Image der Alkohol zugeneigten Punkmädchen, die gerne jedem den Stinkefinger entgegen halten. Entsprechend hatte auch Charlie Harper in der auf Arte ausgestrahlten Doku über Punk in London diese Band auch als eine der heutigen noch wahren Punkbands genannt. Da Andreas Frege - Campino - Charlie Harper (und dann auch viele andere) interviewte, waren auch einige aus dem Hosen-Fan-Dunstkreis anwesend, die sonst wahrscheinlich nicht den Weg nach Essen gefunden hätten.
Nun gut. Maid of Ace spielten große Teile des neuen Albums und einige Stücke vom Debutalbum. Hatte ich beim letzten Auftritt im Tube und auch im gleichen Jahr in Blackpool noch den Eindruck, dass da live manches noch nicht so ganz aufeinander abgestimmt war, hatte sich die Performance der Band eindeutig verbessert. Speziell die Gitarristin, die zum Teil auch Gesangparts übernahm, ist wohl diejenige, die dem Sound einen eindeutigen - melodiösen - Stempel aufdrückt. Abgesehen davon, dass die Drummerin hier und da den Faden verloren hat, knallten die 4 dem Publikum ihre 17 Songs entgegen und das hatte was. Roh und musikalisch ungeschminkt. Die Ansage bei dem Stück "Desaster of Noise" war dann auch entsprechend: "..this sums us up". Dazwischen dann einige Songs, die grandios melodiös sind. Allein der Song "Monster" ist fantastisch. Und das Titelstück des 2. Albums "Made in England" ist eine Hymne. Witzig war dann - umgekehrte Verhältnisse - dass drei männliche Groupies vor der Bühne die Sau rausließen. Einer von denen wurde dann von der Sängerin bei der Zugabe aufgefordert, seine Hose runterzulassen damit das auf den einen Oberschenkel tätowierte Bandlogo zum Vorschein kam. Gute Band. Ich fand die gut.
So bin ich gespannt, wie es mit denen weitergeht. Allein schon deswegen, dass die ihre Stimmen alles andere als schonen.

Stay Away
Sick On You
Nothin' On Me
Disatser Of Noise
Boring
Minimum Wage
Monster
Greed
Spittin' Blood
Enemy Within
Hollywood
Dickhead
Dirty Girl
Fight
Made In England
Bone Deth

Rules & Regulations

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