Samstag, 5. November 2016

Dinosaur Jr & Wild Style Lion @ Cologne, Live Music Hall (3.11.2016)

Dinosaur Jr
Es war ein sehr hektischer und voller Tag. Es fing schon damit an, dass ich aus Versehen in Richtung A3 statt A57 fuhr. Als ich dann kurz vor der Auffahrt zur Autobahn bemerkte, dass ich meinen Hörschutz vergessen hatte, fuhr ich wieder zurück, um mich dann erneut durch den Berufsverkehr zu quälen. Dann fing auf halber Strecke auch noch die Tankanzeige an zu blinken und als ich kurz vor 20.00 endlich in Ehrenfeld war, war alles restlos zugeparkt. Es dauerte noch einmal eine Viertelstunde bis ich dann endlich einen Parkplatz - immerhin direkt neben einer Tankstelle - ergattern konnte. So kam ich dann leicht abgehetzt in die schon sehr gut gefüllte Live Music Hall. Gefühlt war die Halle ausverkauft. Da ich mich mit Burkhard verabredet hatte, wußte ich wo ich ihn finden würde: direkt vorne am Gitter. Da stand er auch - und fast wie ein Wunder - neben ihm war noch platz. Auch wenn die Akustik direkt vorne nicht immer die günstigste ist, entschied ich mich, vorne zu bleiben. Denn dort war es witzigerweise gar nicht so eng - und ich konnte mich anlehnen.
Als ich dort ankam, spielte gerade der Support "Wild Style Lion" (doofer Name): ein Sänger mit Gitarrist und Drum-Maschine. Es war nicht grauenvoll - aber auch alles andere als gut. Zum Glück musste ich diese Band nur noch für zwei Stücke ertragen.
Saruman?
Nach einer kurzen Umbaupause kamen dann Dinosaur Jr auf die Bühne. Wobei es eine Merkwürdigkeit gab: es standen zwei Schlagzeuge auf der Bühne. Was sollte das? Der Schlagzeuger - Murph - setzte sich als er auf die Bühne kam, ans vordere Schlagzeug. Und es ging los. Einerseits war es klasse, direkt vor der Band zu stehen. Effektiv war es da auch nicht so laut, wie anfangs noch befürchtet hatte. Anderseits gab es auch einen Nachteil: die Vocals von J Mascis war nur andeutungsweise zu vernehmen. Hmmm. Sollte ich vorne bleiben oder nicht. Der Blick nach hinten half mir bei der Entscheidung: es war mittlerweile richtig rappelvoll - so blieb ich vorne und genoss ein quasi-Akustik Konzert. Das war ok: der Sound war vergleichsweise gut - ich habe da bei Dinosaur Jr schon Schlimmeres erlebt. Und: beim Stück "The Wagon" lüftete sich das Geheimnis vom zweiten Schlagzeug: sowohl der Drum-Roadies (John Maloney) wie auch der Gitarren-Roadies (Graham Close) spielten da mit. Auf dem Video - siehe unten - ist der zweite Drummer zwar nicht so gut zu sehen. Aber allein diese Aktion war schon spannend: nicht nur das eine Band ihre Techniker würdigt...es wurde mal deutlich, dass die meist selbst sehr gute Musiker sind. Beeindruckend!
Der Set dauerte ca 90 Minuten und es war eine bunte Mischung aus allen Phasen der Band. Natürlich kamen auch einige Songs des neuen Albums zum Zuge. Und das war schön. War das Album davor aus meiner Sicht nicht so ganz der Brüller, ist das aktuelle Album wirklich toll.
So erlebte ich zusammen mit Burkhard, der hier und da vor Freude kräftig an der Absperrung rüttelte, ein wunderbares Konzert. Das konnte auch nicht durch eine junge Frau getrübt werden, die auf einmal neben mir stand und mir Unverständliches ins Ohr brüllte. Zum Glück war sie dann recht bald wieder in der Menge hinter mir verschwunden.
Trotz anstrengender Anreise war es also ein herrlicher Abend. Und die Tankstelle war dann wirklich noch auf, so dass ich wieder zurück nach Düsseldorf fahren konnte.


Thumb
Goin Down
I Told Everyone
Love Is...
The Wagon
Watch the Corners
Tiny
Crumble
Feel the Pain
Little Fury Things
Knocked Around
Start Choppin
I Walk for Miles
Freak Scene
Gargoyle

In a Jar
Repulsion

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen