Donnerstag, 24. November 2016

Louise Distras & Thomas Allan Band @ Cologne, Sonic Ballroom (23.11.2016)

Überwältigend!
Nach dem Konzert im Anyway war mir klar, dass ich diese Band mit Louise Distras unbedingt noch einmal sehen wollte. Da ich aber an diesem Abend kein Auto hatte...und am Morgen erst realisierte und niemand aus Düsseldorf fahren würde, mietete ich mir zum ersten Mal ein Auto von einem dieser Carsharing-Dienste. War ziemlich cool, einmal mit einem BMW zu fahren. Hatte aber an dem Abend nur den Nachteil, dass ich auf der Hinfahrt total im Stau steckte und so war die Miete des Wagens am Ende doch so hoch, dass ich dass nächste Mal wohl besser wieder mit dem ÖVP fahre. Aber - es hat sich aber trotzdem gelohnt.
Thomas Allan Band
Eröffnet wurde der Abend mit der Thomas Allan Band, die wie gewohnt großartig spielte. Auch wenn diesmal nicht die Cover-Version von Kate Bush's Running Up the Hill gespielt wurde, war das ein toller Set. Dieser Kerl hat nicht nur eine gute Band. Er hat wirklich Talent...was er auch weiß. Und ich hoffe, dass er noch viele gute Songs schreiben wird. Und ich denke, dass man diese Band bald nicht mehr als Support sehen kann. Dafür ist dieses Trio viel zu gut.
Dann kam Louise Distras mit ihrer Band. Es ist ja immer ein Risiko nach so einem fantastischen Auftritt, wie ich ihn im Anyway erlebt habe, die gleiche Band noch einmal zu sehen. Kann das noch getopt werden...oder kann wenigstens dieser Eindruck gehalten werden? Definitiv JA. Es war ein ganz anderes Setting. Louise Distras begann ohne Akustik-Set. Vom ersten Akkord an entfachte diese Band auf der Bühne einen Sturm: es war wild. Auf den Punkt genau. Bestens abgestimmt. Anders als im Anyway war auch mehr Bewegungsfreiheit für die vier MusikerInnen. Mehr als im Anyway war spürbar, was für einen Bock die vier haben, miteinander zu spielen. Auch wenn der Set zum großen Teil der gleiche war, zeigte sich im Sonic Ballroom insofern nochmal eine andere Facette: eben dieses Ungestüme...fast so als würden sich alle vier in Rage spielen. Und das Wunderbare bei all dem: dann wieder diese leisen Töne zwischendurch. Ich kann es einfach nicht oft genug betonen: es sind so wunderbare, schöne, fragile und auch wütende Songs, die Louise Distras geschrieben hat.
So war für mich auch dieses Konzert ein Highlight. Der Sonic Ballroom war ganz gut gefüllt, was für einen Mittwochabend ok ist. Und er war auch prominent besetzt: niemand anderes als Bela B. drängelte sich auf einmal in die erste Reihe und hatte sichtlich Spaß an dieser Band.


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