Sonntag, 13. November 2016

The Lurkers, Duncan Reid and the Big Heads & Kopfecho @ Duesseldorf, Haus der Jugend (12.11.2016)

Hört bitte auf Onkel Arthur!
 Auf diesen Abend hatte ich mich lange gefreut. Was für ein Lineup: Duncan Reid und die Lurkers. Jörg hatte dafür gesorgt, dass ich mit auf die Gästeliste konnte. Das war natürlich fantastisch. Und wir hatten das Glück, weil wir schon sehr früh am Haus der Jugend waren, vor Einblass reinzukommen. So verbrachten wir beide noch einige Zeit Backstage, was natürlich klasse war. Jörg ist ein alter Freund von Arturo - so hat er früher einige Touren der Lurkers organisiert und begleitet. Und Arturo ist sowieso ein netter Kerl. So saßen da viele freundliche Menschen: neben Duncan Reids Band auch die Mannschaft von "The Ones In Charge". Anekdoten über irgendwelche witzigen Vorkommnisse auf Tour wurden ausgetauscht. So war es gut, im Warmen zu sitzen - denn draußen war es ziemlich kalt.
Später traf ich dann noch jede Menge andere Leute. Solche Konzerte haben immer etwas von "Klassentreffen" im besten Sinn.
Eröffnet wurde der Abend von Kopfecho. Technisch gut...aber - sorry - nicht mein Ding. Die Band kam aber gut an und spielte ausgiebig...und überzog die Zeit, was angesichts dessen, dass Konzerte im Haus der Jugend zeitlich nach hinten limitiert sind, eher schwierig ist. Nun denn: die beiden "Hauptbands" haben das irgendwie wieder rausgeholt. Zum Glück!

Duncan Reid and the Big Heads
Duncan Reid ist ein wunderbarer Sänger und Bassist. Seine Auftritte mit den Boys waren immer toll. Und nachdem er die Band verlassen hatte, hat er immerhin schon zwei Alben mit den "Big Heads" herausgebracht. Beide Alben mag ich - und ich hörte, dass nächstes Jahr wohl das Dritte herauskommt. Bisher hatte ich Duncan Reid mit Band nur halbakustisch im Anyway in Essen erlebt. Das war damals ein toller Auftritt. So war ich gespannt, wie es auf größerer Bühne sein würde. Und das war schon umwerfend. Wie bei den Boys springt Duncan Reid auf der Bühne rum. Der muss doch auch schon um die 60 sein - aber davon nichts...gar nichts...zu spüren. Unterstützt wurde er von einer guten Band: zwei Frauen und einem Mann. Schlagzeugerin und Gitarrist sind neu. Geblieben ist von der "Urbesetzung" nur die Gitarristin, die wohl irgendeinen gebrochenen Handknochen trotzdem spielte. Respekt. Der Set war ein tolle Mischung aus den Solo-Songs und Boys-Liedern. 50 Minuten lang hämmerte die Band eine Perle nach der anderen heraus. Und dabei waren auch einige neue Songs, die mehr als verheißungsvoll klingen!

The Lurkers
Danach dann die Lurkers. Arturo hatte ja schon länger verkündet, dass die Band nicht mehr auf Touren gehen würde. Nur noch einzelne Konzerte. In England das klassische Modell: am Wochenende. Wo doch die meisten, die in einer Band spielen eh unter der Woche irgendwelchen Jobs nachgehen. Insofern wird es zukünftig eh eine große Ausnahme sein, diese Band hier im näheren Umkreis noch einmal zu sehen.
Auch wenn Arturo der einzige Original-Lurker ist, spielte die Band so, wie man sich die Originalbesetzung, die ich nie gesehen habe, vorstellen könnte: auf den Punkt. Das war schon klasse, wie alte Songs und neue mit viel Spielfreude und einer ungebrochenen Energie gespielt wurden. Jede Band hat immer auch mal schlechte Tage: gestern hatte die Band einen fantastischen Tag. Besonderheit war, dass die Lurkers "Commando" von den Ramones spielten - und Arturo in diesem Zusammenhang eben auch Jörg - als den Mastermind der Ramones-Fans hierzulande - erwähnte. Das war eine wunderbare Geste. Als das Konzert zu Ende war, war ich auch durch. Der Tag zuvor in Leuven war anstrengend. Ich war erst am späteren Nachmittag wieder in Düsseldorf angekommen und quasi gleich wieder ins Haus der Jugend aufgebrochen. So ging ich vergnügt aber auch müde nach Hause.

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