Donnerstag, 30. März 2017

Thalia Zedek Band @ Cologne, Sonic Ballroom (28.3.2017)

Thalia Zedek Band
Die Musik von Thalia Zedek geht ans Herz. Ihre Musik ist schön, grandios, aufwühlend - in jeder Hinsicht wunderbar. Ich werde nie vergessen, wie ich 1992 das erste Mal etwas von ihr hörte, als ich von ihrer damaligen Band "Come" das Debut-Album "Eleven:Eleven" auf den Plattenteller legte. Seitdem habe ich ihren Werdegang verfolgt und bei all den Veröffentlichungen seit dieser Zeit gibt es keinen einzigen Durchhänger. Zuletzt hatte ich das Glück, Thalia Zedek mit ihrer Band vor drei Jahren viermal auf der Frühjahrstour durch Europa zu erleben. Nachdem nun ihr letztes Album "Eve" im letzten Sommer erschienen war, war erst eine Herbsttour in unseren Breiten geplant - doch das zerschlug sich wieder. Und es war - als dann die aktuelle Tour angekündigt wurde - alles andere als sicher, dass die Band auch hier in der Nähe würde spielen können. Glücklicherweise ergab sich aber, dass der Tour-Auftakt im Sonic Ballroom stattfinden konnte: ein idealer Laden sowieso ... und erst Recht für Thalia Zedek. Und immerhin waren um die 30 zahlenden Gäste anwesend... eigentlich lachhaft. Aber die, die da waren, wussten, dass sie etwas ganz Besonderes erleben werden.
Da es für die Band kein Budget einer Plattenfirma für diese Tour gab, konnten der eigentliche Bassist und der Drummer nicht mit nach Europa fliegen. Ersatz waren zwei Musiker aus Berlin, die - wie mir der Keyboarder Mal hinterher erzählte - innerhalb einer knappen Woche 19 Songs lernen mussten. Und das haben sie auch getan. Und auch wenn an der einen oder anderen Stelle hörbar war, dass es noch nicht 100% aufeinander abgestimmt war, so war es dennoch fast perfekt. Daher mein größter Respekt gegenüber diesen beiden Berlinern, die einen fantastischen Job machen. Und ich gehe davon aus, dass je länger die Band auf Tour ist, es nicht erst am Ende genau stimmen wird.
Thalia Zedek hat auf die Setlist das komplette aktuelle Album gepackt - und das war klasse. Denn "Eve" ist wunderschön. Und was soll ich sagen: fast 80 Minuten spielte die Band - ich stand fast direkt vor der Bühne und genoss die "Zeitlose emotionale Ehrlichkeit" - so wie es Carsten Wohlfeld treffend in einem Artikel - hier zu finden - formuliert hat. Bedauerlich ist allein, dass es für mich keine Chance gibt, die Band jetzt auf der Tour noch woanders zu sehen. Dabei ist das Treffen von Mel, dem Keyboarder, oder Michael David Curry, der die Viola spielt, immer sehr nett. Anderseits das Schöne: Thalia Zedek erzählte mir dann, dass sie vorhat mit der Band in diesem Jahr wieder etwas aufzunehmen. Und hoffentlich wird sie dann bald wieder nach Europa kommen.


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