Sonntag, 2. April 2017

Stiff Little Fingers & Sewer Rats @ Duesseldorf, ZAKK (1.4.2017)

Alternitive Ulster Boy Group
Stiff Little Fingers ist einer der Bands, die zwei fantastische Alben rausgebracht haben - Inflammable Material (1979) und Nobody's Heroes (1980) - und die dann eigentlich nichts mehr wirklich Gutes rausgebracht haben. Sicherlich: die das eine oder andere gute Stück. Doch letztlich lief die Band den ersten beiden Alben immer nur hinterher. Damals 1980 habe ich die Band in Dortmund gesehen und es war ein grandioses Konzert. Dann - nach langer Zeit - verließ ich das Konzert 2008 vorzeitig, weil es nur noch unerträglicher Altherrenrock war. Und nun habe ich Band dreimal im ZAKK gesehen: 2013, 2014 und 2017. Um es vorwegzunehmen: das aktuelle Konzert ist das Bessere dieser 4 Jahre. Dabei - und damit komme ich zum Support - erzeugte im Vorfeld der Veranstalter - das ZAKK - eine im Nachhinein witzige Irritation: als Support war erst gesetzt, das ein mir unbekannter deutscher Liedermacher auftreten sollte. Das erzeugte eine Diskussion bei Facebook bis hin zu der Aussage, dass das Bier doch zu teuer sei, um es dann mit dem Becher auf die Bühne zu schmeißen. Nun denn: quasi 24 Stunden vor dem Konzert war dieser Support gestrichen und die Kölner "Sewer Rats" sprangen ein. Das war keine schlechte Wahl: die Band spielte in dem am Ende ausverkauften ZAKK einen 40minütigen Set und brachten das Publikum - so wie es sein sollte - auf Betriebstemperatur.
Abzug in der B-Note
Dann kamen Stiff Little Fingers. Das, was mir zuerst auffiel: das Outfit von Jack Burns: ein Hemd mit Punkten. Das war vollkommen komisch. Kombiniert mit seinem Bauchumfang sah er damit wie ein Clown aus. Schlechter Geschmack? Selbstironie? Keine Ahnung. Jedenfalls geht er damit in die TOP 10 der schlecht gekleidetsten Sänger ein. Aber das ist nicht das eigentliche. Die Setlist bot keine wirklichen Überraschungen. Ein Mix aus den Songs der beiden ersten Alben und den besseren der Nachfolgejahre. Das kam aber gut. Die Band hatte den richtigen Wumms, was vor allem an der Rückkehr des Original-Bassisten - Ali McMordie - liegt. Auch im Vergleich zu den Vorjahren war angenehmer, dass Jack Burns nicht so viel geschwafelt hat. Wenigstens habe ich es so empfunden. Egal. Der Set hatte etwas Treibendes und keine Durchhänger. Die Band hat routiniert gespielt - und doch wurde der Set nicht einfach abgespult. Das finde ich respektabel: hat die Band doch gerade eine längere England-Tour hinter sich. Auch wenn der Eintrittspreis recht hoch war: die Band bietet dann immerhin auch etwas für das Geld. Ermüdungserscheinungen waren nicht erkennbar und allein wie Ali McMordie über die Bühne tänzelte, zeigt, dass die Band wirklich Bock hatte zu spielen. Das Publikum honorierte das: nicht nur beim Mitsingen. Zeitweise war vor der Bühne einiges los. Und so gingen die 90 Minuten wie im Fluge vorbei. Abgeschlossen wurde der Set durch zwei Stücke des ersten Albums: "Johnny Was" (das Cover von Bob Marley) und der Überhit "Alternative Ulster".  Respekt.


Breakout 



Straw Dogs 



Just Fade Away 



My Dark Places 



Safe As Houses 



Nobody's Hero 



Each Dollar A Bullet (YouTube)
At The Edge 

(YouTube)
Barbed Wire Love 



Guilty As Sin


Gotta Gettaway
When We Were Young
Roots, Radicals, Rockers and Reggae 

Strummerville 



Wasted Life 



Tin Soldiers 



Suspect Device 




Johnny Was 
(Bob Marley) 
(YouTube)
Alternative Ulster (YouTube)

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