Sonntag, 23. April 2017

Turbostaat & Manifesto Jukebox @ Duesseldorf, ZAKK (22.4.2017)

Turbostaat
Im Sommer letzten Jahres hatte ich Turbostaat für mich entdeckt. Bis dahin war die Band immer an mir vorbeigegangen. Das aktuelle Album "Abalonia" ist ein wunderbares Album. Jetzt im ZAKK fand der Nachholtermins für das eigentlich im letzten Oktober angesetzte Konzert statt. Das ZAKK war mehr oder weniger ausverkauft. Eröffnet wurde der Abend kurz nach 21.00 von "Manifesto Jukebox", einer finnischen Band. Die war nicht ganz mein Ding, aber alles andere als schlecht. Dann kurz nach 22.00 kamen dann "Turbostaat" auf die Bühne. Unter dem Strich ein tolles Konzert. Viele songs des aktuellen Albums standen auf der Setlist - und dazwischen viele Stücke der Vorgängeralben. Alles gut. Das Publikum hat es genossen. Und der Sänger beeindruckte nicht nur als Sänger sondern auch durch einen guten blick: einer der Zuschauer verlor vor der Bühne seine Brille, so dass er den Song unterbrach, bis die Sehhilfe wiedergefunden war. Aber nicht nur der Sänger verdient Respekt: die Band spielte auf den Punkt. Routiniert ja. Aber da wurde nichts runtergespielt. Trotzdem - vielleicht lag es auch an meinem Gemütszustand an diesem Abend...die Woche war voll gewesen und ich war auch irgendwie bedient - war ich auch genervt: da war mal wieder ein total matschiger Sound... die alte ZAKK-Krankheit in der Halle. Dann hatte die Band eine nervige Lightshow, die - weil ich auf der Empore stand - da auf jeden Fall für mich extrem anstrengend war. Nun denn. Ich habe ja auch den Altersdurchschnitt massiv hinter mir gelassen. Und dann diese Quatscherei: neben mir standen zwei junge Frauen, die dauernd redeten...je lauter die Musik desto lauter waren sie ja dann auch. Als ich dann deutete, doch mal leise zu sein, regten die sich auf: "Was ich denn hätte...sie würden sich doch nur unterhalten...!" Hallo: es ist ein KONZERT! Zuhören! Nicht quatschen! Meine Fresse.
Wie dem auch sei. Ich war dann irgendwann einfach müde. Nach der ersten Zugabe ging ich davon aus, dass jetzt Schluss sei. Ich ging raus. Dann hörte ich, dass die Band nochmal auf die Bühne kam. Ich ging aber nicht wieder rein. Ich war durch und die frische Luft tat mir gut. Turbostaat: trotz meines Genervtseins eine sehr, sehr gute Band. Keine Frage.

Die Setlist ohne die letzte Zugabe:

Ruperts Grün
Der Zeuge
Haubentaucherwelpen
Ja, Roducheln
Die Stulle Nach Dem Schiss
Kussmaul
Surt Und Tyrann
Wolter
Ufos Im Moor
Bei Fugbaums
Pennen Bei Glufke
Fraukes Ende
Insel
Sohnemann Heinz
Eisenmann
Strandgut
Alles Bleibt Konfus
Harm Rochel
Abalonia

Phobos Grunt
Vormann Leiss
Schwan

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen