Donnerstag, 25. Januar 2018

Belgrad & Dikloud @ Duesseldorf, Tube (24.1.2018)

Belgrad 
Düsseldorf ist manchmal komisch. Speziell dann, wenn unter der Woche eine Band in der Stadt spielt. Ich habe schön öfters im Tube Mittwochs gestanden und es waren kaum Menschen da. So auch an diesem Mittwochabend. "Belgrad" aus Hamburg sollten spielen. Ein Konzert-Genosse hatte mich Ende des Jahres auf die vier Hamburger aufmerksam gemacht. "Sie seien gut..." - und da ich wußte, dass er einen guten Geschmack hatte und ich eh immer dankbar für sachdienliche Hinweise bin, kaufte ich mir das Debutalbum und war beeindruckt: ein Hauch Hamburger Schule, manche Gitarrenriffs erinnern an die frühen Interpol, das Melancholische auch und im Ansatz auch an EA80 der frühen 90er Jahre. Wunderbare Melodien wechseln ins Krachige und lassen sich wieder finden. Ein schönes Album. Und live? Also kaufte ich mir ein Ticket und erreichte das Tube.
Dikloud
Nach einem netten Gespräch mit dem Haus-Mixer - dem Gitarristen der Richies! - eröffnete eine andere Band: "Dikloud". Das Besondere bei diesem Trio: der Sänger/Gitarrist von Belgrad tat das Gleiche in dieser Band. Respekt: zwei Sets mit unterschiedlichen Bands am gleichen Abend. Dikloud sind rauher als Belgrad. Sie lassen sich auch schwerer einordnen als der Hauptact. Und die waren gut, sehr gut sogar. Und das obwohl sich vielleicht gerade mal 10 zahlende Gäste eingefunden hatten. Was für ein tristes Bild vor der Bühne. Aber wie der Drummer dann am Ende des Konzertes - als ich am Merchstand noch das Album der Band erstand - sagte: "So ist es manchmal...". Das sind die Niederungen, die jede Band erlebt. Trotzdem: dann immer noch einen sauberen Set abzuliefern, ist schon gut. Das Gleiche gilt dann auch für Belgrad, die das fast komplette Album mit drei neuen Songs spielten. War die Vorband schon sehr gut, so war Belgrad für mich wirklich extrem gut. Mich hat dieses Konzert nicht nur beeindruckt, es hat mich begeistert. Finde ich das Album schon brilliant, so warn die Songs live noch intensiver. Den Gesang teilten sich abwechselnd Gitarrist und Schlagzeuger. Der Bassist bearbeitete stoisch/präzise seinen Bass und der "Herr der Keyboards" unterlegte die Songs auf betörende Weise. Hätte ich Zeit würde ich mir die Band noch einige Male auf der Tour angucken. Ziemlich genau um 23.00 war dann aber alles aus. Die Band verließ nach der Zugabe die Bühne. Sicherlich alles andere als froh über die magere Zuschauerzahl. Bleibt nur zu hoffen, dass sie zukünftig wieder vorbeikommt.

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